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ads_data_redaction im Consent Mode v2: Wirkung, Rechtsrahmen und Einrichtung

ads_data_redaction im Consent Mode v2: Wirkung, Rechtsrahmen und Einrichtung
Inhalt
  1. 1. Wirkung und Grenzen
  2. 2. Basic und Advanced unterscheiden
  3. 3. Direkte Einrichtung mit gtag.js
  4. 4. Einrichtung im Google Tag Manager
  5. 5. Rechtlicher Rahmen und Prüfung
  6. Fragen und Antworten
  7. Quellen

ads_data_redaction begrenzt bestimmte Werbekennungen in Google-Anfragen, wenn ad_storage auf denied steht. Die Einstellung ist eine zusätzliche technische Maßnahme im Consent Mode. Die Option blockiert keine vollständige Messkette und ersetzt keine Prüfung der tatsächlich versendeten Daten.

1. Wirkung und Grenzen

Google beschreibt die Entfernung von Klickkennungen, beispielsweise GCLID und DCLID, aus Anfragen von Google-Ads- und Floodlight-Tags. Voraussetzung sind aktivierter Consent Mode, ads_data_redaction: true und ad_storage: denied. Bei ad_storage: granted hat diese zusätzliche Einstellung keine entsprechende Wirkung.

Die Dokumentation beschreibt außerdem Anfragen über eine Domain ohne die betreffenden Drittanbieter-Cookies. Der Zielhostname allein beweist jedoch keine wirksame Entfernung der Kennungen. Entscheidend sind die tatsächlichen Anfragen und deren Inhalt.

Reduktion ist keine vollständige Anonymisierung. Andere Angaben oder andere Tags können weiterhin Daten übertragen. Das Feld schaltet weder Meta- noch andere Drittanbieter-Tags ab. Auch die eigene Serverprotokollierung und Weiterleitungen liegen außerhalb dieses Schalters.

Nur bei passenden Voraussetzungen werden bestimmte Werbekennungen entfernt. Consent-Steuerung, URL-Weitergabe und Abnahme bleiben eigene Aufgaben.
Nur bei passenden Voraussetzungen werden bestimmte Werbekennungen entfernt. Consent-Steuerung, URL-Weitergabe und Abnahme bleiben eigene Aufgaben.

2. Basic und Advanced unterscheiden

Bei Basic Consent Mode bleiben die betreffenden Google-Tags bis zur passenden Einwilligung blockiert. Bei Advanced Consent Mode können bereits im verweigerten Zustand Anfragen ohne die betreffenden Cookies entstehen. Deshalb ist die Aussage „denied bedeutet keine Übertragung“ falsch. Ein voreingestelltes denied bedeutet zudem nicht zwingend, dass bereits eine Entscheidung am Banner vorliegt.

Die zusätzlichen Signale ad_user_data und ad_personalization müssen zur tatsächlichen Auswahl passen. ads_data_redaction ersetzt beide nicht. Google-Produktanforderungen sind außerdem keine gesetzliche Pflicht, einen bestimmten technischen Modus einzusetzen.

3. Direkte Einrichtung mit gtag.js

Das Beispiel setzt nur Ausgangszustand und Redaktionsoption. Die CMP muss später die tatsächliche Auswahl und Änderungen korrekt übermitteln. Das Fragment zeigt nur die Initialisierung; eine vollständige CMP-Integration gehört nicht zum Beispiel.

window.dataLayer = window.dataLayer || [];
function gtag() { window.dataLayer.push(arguments); }
gtag('consent', 'default', {
  ad_storage: 'denied',
  analytics_storage: 'denied',
  ad_user_data: 'denied',
  ad_personalization: 'denied'
});
gtag('set', 'ads_data_redaction', true);
// Configure measurement only after these initial settings.
// The CMP must provide the actual consent updates.

Beide Einstellungen müssen vor Befehlen stehen, die Messungen auslösen, insbesondere config und event. Es gibt keine allgemeine Pflicht, ads_data_redaction vor den default-Befehl zu setzen. Ebenso wenig kann eine beliebige Reihenfolge dieser beiden Zeilen bereits früher ausgelöste Tags absichern. Weitere Skripte und der Ladeablauf gehören zur Prüfung.

4. Einrichtung im Google Tag Manager

Eine bereits vorhandene CMP-Integration sollte zuerst geprüft werden. Zwei unabhängige Default- oder Update-Implementierungen können widersprüchliche Zustände erzeugen. Für eigene GTM-Templates sind die Consent-APIs setDefaultConsentState und updateConsentState vorgesehen; zusätzliche Einstellungen lassen sich über gtagSet setzen.

  1. Die für die CMP vorgesehene Consent-Integration wählen und die Zustände fachlich zuordnen.
  2. Den Default auf Consent Initialization – All Pages ausführen. Dieser Trigger ordnet GTM-Tags früh ein; außerhalb des Containers gestartete Skripte werden dadurch nicht kontrolliert.
  3. Die Option ads_data_redaction als boolesches true aktivieren, sofern die Integration das Feld anbietet.
  4. Updates nach Auswahl, Widerruf und erneuten Seitenaufrufen prüfen.

Eine mögliche Community-Vorlage von Simo Ahava heißt im geprüften Quellstand Consent Mode (Google + Microsoft tags). Das Feld heißt Redact Ads Data (ads_data_redaction). Die Vorlage ist eine Option, keine obligatorische oder nachgewiesen allgemein beste Lösung. Installierte Version und Einstellungen können vom aktuellen Repository abweichen.

5. Rechtlicher Rahmen und Prüfung

Datenminimierung nach Art. 5 Abs. 1 Buchst. c DSGVO begrenzt personenbezogene Verarbeitung auf den jeweiligen Zweck; daraus folgt keine pauschale Freigabe für verbleibende Anfragen. Art. 5 Abs. 3 ePrivacy-Richtlinie betrifft Speicherung und Zugriff am Endgerät, mit eng begrenzten Ausnahmen für Übertragung und ausdrücklich angeforderte Dienste. Auch Tracking-Techniken ohne klassische Cookies können darunterfallen. Nationale Umsetzung und konkrete Verarbeitung bleiben maßgeblich.

Der Schalter garantiert weder Rechtmäßigkeit noch das Ausbleiben aller identifizierenden Daten. Eine technische Abnahme sollte vor Auswahl, nach Ablehnung, nach Zustimmung und nach Widerruf erfolgen. In Tag Assistant sind die Zustände, in den Netzwerkanfragen die Kennungen und URLs zu kontrollieren. Verwendete GCLID-/DCLID- oder andere Klickparameter brauchen eigene Testfälle. Ein erfolgreicher Konfigurationsaufruf beweist die Bereinigung nicht.

Fragen und Antworten

Was macht url_passthrough?

Die Option kann Messinformationen über Links innerhalb derselben Domain weiterreichen. Das ist ein anderer Datenweg als das Entfernen von Kennungen aus bestimmten Werbeanfragen. Ein pauschales „Google erhält nichts, die Website behält alles sicher“ folgt daraus nicht. Weiterleitungen, Zielseiten, Logs und später ausgelöste Tags müssen einbezogen werden.

Ist das die GA4-Funktion „Daten entfernen“?

Nein. Die Datenredaktion eines GA4-Webdatenstreams behandelt erkannte E-Mail-Adressen und konfigurierte URL-Parameter. Das ist eine eigene Funktion mit eigenen Grenzen, unter anderem gegenüber Measurement Protocol. Beide Einstellungen müssen getrennt geprüft werden.

Quellen

Lukas Wojcik

Lukas Wojcik

Systems architect and technology enthusiast specializing in scalable tracking solutions, GMP Stack (GA4 & GTM), and robust backend architectures. Advocate for clean code and privacy-first design.

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