Vertriebe und Verwertungsgesellschaften weisen Veröffentlichungen mit fehlerhaften Codes zurück, und dafür genügt schon ein Zahlendreher in einem UPC oder einer ISWC. Der Prüfer erkennt ISRC-, UPC-A-, EAN-13- und ISWC-Codes in einer Liste, prüft Aufbau und Prüfziffern, gleicht ISRC-Präfixe mit der IFPI-Liste der gültigen Codes ab, zerlegt jeden Code in seine Teile und nennt die richtige Prüfziffer, wenn ein Code nicht aufgeht.
Der ISRC (International Standard Recording Code, ISO 3901) kennzeichnet eine Aufnahme: 12 Zeichen aus dem Präfix (zweistelliger Code aus der IFPI-Liste und dreistelliger Registrant-Code), den letzten beiden Ziffern des Bezugsjahres und einer fünfstelligen Laufnummer. Eine Prüfziffer hat er nicht; geprüft werden deshalb Aufbau, Präfixliste und die Fälle, die das Prüf-Bulletin der IFPI als ungültig oder zweifelhaft nennt.
UPC-A und EAN-13 kennzeichnen das Release als Produkt. Die letzte Ziffer ist eine Prüfziffer: Von rechts werden die Ziffern abwechselnd mit 3 und 1 gewichtet, und die Prüfziffer ergänzt die Summe auf das nächste Vielfache von zehn. Aus einem UPC-A wird mit einer vorangestellten Null ein EAN-13.
Die ISWC (International Standard Musical Work Code, ISO 15707) kennzeichnet die Komposition, nicht die Aufnahme: T, neun Ziffern und eine Prüfziffer. Das T zählt 1, jede der neun Ziffern wird mit ihrer Position (1 bis 9) multipliziert, und die Prüfziffer ergänzt die Summe auf das nächste Vielfache von zehn.
Quellen: ISRC Handbook (IFPI) · Validating an International Standard Recording Code (IFPI Bulletin 2015/01) · ISRC Agency Code Allocations (IFPI) · ISO 15707:2022 (ISWC) · How to calculate a check digit manually (GS1)
Alles läuft im Browser. Geprüft werden Aufbau und Prüfziffern; ob ein Code tatsächlich vergeben wurde oder zu einem bestimmten Release gehört, kann nur die vergebende Stelle oder der Vertrieb bestätigen. Die Links zu MusicBrainz öffnen die offene Musikdatenbank in einem neuen Tab und übermitteln den Code erst dann.