Ein Container wächst durch Hinzufügen und selten durch Entfernen. Diese Prüfung liest den Export eines Google-Tag-Manager-Containers im Browser und listet, was mit nichts mehr verbunden ist: Tags ohne funktionierenden Trigger, Trigger und Variablen, auf die nichts verweist, übrig gebliebene Vorlagen und Ordner sowie Elemente, die nur von pausierten Tags gebraucht werden. Defekte Verweise (eine Trigger-ID oder eine {{Variable}}, die es nicht gibt) und doppelte IDs stehen ebenfalls in der Liste, weil gerade sie dazu führen, dass ein Tag stillschweigend nichts sendet.
Im Tag Manager: Admin → Container exportieren, für eine Version oder den Arbeitsbereich. Das API-Format einer Containerversion funktioniert ebenfalls.
Alles hier kann weg, gruppiert wie im Tag Manager. Am besten in dieser Reihenfolge löschen: Tags, Trigger, Variablen, Vorlagen, Ordner – so verweist beim Löschen nichts mehr auf das Element. Eingebaute Variablen werden nicht gelöscht, sondern unter Variablen → Konfigurieren abgewählt. Einträge mit „nur genutzt von …“ werden frei, sobald die dort genannten Elemente weg sind.
Das sind keine Löschkandidaten, sondern Fehler zum Beheben: Verweise ins Leere, doppelte IDs und Ähnliches.
Überblick
| Element | Im Container | Aufräumkandidaten |
|---|
Aufbau: das Exportformat (containerVersion mit Listen für Tags, Trigger, Variablen, Ordner, eingebaute Variablen, Vorlagen, Zonen, Clients und Transformationen), doppelte IDs und doppelte Namen.
Verweise: auslösende und blockierende Trigger, Mitglieder von Trigger-Gruppen, Setup- und Cleanup-Tags nach Namen, jede {{Variable}} in Parametern, Filtern und Einwilligungsfeldern, Typen eigener Vorlagen (cvt_…) und Ordner-IDs. Namen werden exakt verglichen, mit Groß- und Kleinschreibung und Leerzeichen.
Verwaiste Elemente: Ein Tag ist aktiv, wenn er nicht pausiert ist und einen vorhandenen auslösenden Trigger hat oder von einem aktiven Tag gestartet wird. Von aktiven Tags, Zonen, Clients und Transformationen aus werden Trigger, Variablen und Vorlagen verfolgt. Was nicht erreicht wird, ist entweder ungenutzt (nichts verweist darauf) oder nur von toten Elementen genutzt (nur pausierte oder nie feuernde Elemente verweisen darauf).
Reihenfolge: zuerst defekte Verweise, dann ungenutzte Elemente, dann Punkte, die einen Blick lohnen.
Die Prüfung arbeitet mit Namen und IDs im Export. Nicht sichtbar sind ein Name, den ein Skript als bloßen Text zusammensetzt, ein Element, das ein anderer Arbeitsbereich noch nutzt, und ein Tag, der mit Absicht bleibt. Ein gelistetes Element ist ein Kandidat und kein Urteil: vor dem Löschen mit Versionsverlauf und Vorschau abgleichen. Server-Container werden genauso gelesen, Verweise von Clients und Transformationen zählen als aktiv.
Das Container-JSON wird im Browser gelesen und ausgewertet und nirgendwohin gesendet. Exporte enthalten Tag-IDs, Mess-IDs und manchmal Pixelcodes oder Schlüssel in benutzerdefiniertem HTML; deshalb wird hier nichts gespeichert oder übertragen, und die Ergebnisbereiche sind von der Sitzungsaufzeichnung ausgenommen.
Weitere Werkzeuge für GTM-Container:
- GTM-Duplikatanalyse – findet Tags, Trigger und Variablen, die dasselbe doppelt tun.
- GTM-Namenskonventionen prüfen – gleicht Elementnamen mit einer vereinbarten Konvention ab.
- GTM-Containerverlauf und Tiefensuche – findet die Version, in der ein Element angelegt, geändert oder entfernt wurde.
- GTM DataLayer-Variablenpfade erzeugen – macht aus einem verschachtelten dataLayer-Objekt die anzulegenden Variablenpfade.
- Text- und Code-Vergleich – vergleicht zwei Exporte, etwa vor und nach dem Aufräumen.
Artikel zum Ordnunghalten im Container:
- Tutorial: Eine GTM-Namenskonvention festlegen und im bestehenden Container durchsetzen – an Namen sind verwaiste Elemente leicht zu erkennen.
- Zwei GTM-Container-Exporte vergleichen – so zeigt sich, dass das Aufräumen nur entfernt hat, was es sollte.
- Tutorial: Die Containerversion finden, in der sich ein Tag geändert hat – für den Fall, dass sich ein entferntes Element doch als nötig erweist.
- Tutorial: Google-Tag-Manager-Änderungen mit Claude Code vorbereiten und prüfen – das Aufräumen vor der Veröffentlichung gegenlesen.