Misst, um wie viel eine zweite Spur gegenüber einer ersten verschoben ist und ob ihre Polarität umgekehrt ist: zwei Mikrofone an einer Quelle, DI und Verstärker eines Basses, eine Spur vor und nach einem Plugin mit Latenz. Dazu zeigt es, was die Summe beider Spuren gesamt und unter 150 Hz gewinnt oder verliert, auch bei Kick und Bass, die keine gemeinsame Quelle haben. Die Dateien werden im Browser gelesen und nicht hochgeladen.
Spur A (Bezug)
Spur B (wird verschoben)
Mit nur einer Stereodatei als Spur A wird links gegen rechts gemessen. WAV und AIFF werden Wert für Wert gelesen; FLAC, MP3, M4A, Ogg und Opus laufen über den Decoder des Browsers.
| Fall | Summe gesamt | Unter 150 Hz | Schwächstes 100-ms-Fenster unter 150 Hz |
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Aus bis zu 30 s gemeinsamem Material, ab 0,1 s nach dem Anfang, wird die Kreuzkorrelation beider Spuren für Verschiebungen bis ±100 ms berechnet. Die Lage des Gipfels kommt aus einer geweißten Fassung (SCOT), in der jede Frequenz gleich zählt; so verschmieren tiefe Töne und Nachhall den Gipfel nicht. Zwischenwerte liefert eine Sinc-Interpolation auf ein Tausendstel Wert. Übereinstimmung und Polarität stammen aus der gewöhnlichen normierten Korrelation an dieser Stelle; sie gewichtet nach Energie, so wie die Summe zu hören ist.
Die Tabelle rechnet die Summe beider Spuren, wie sie liegen, mit gedrehter Polarität von B und nach dem Verschieben. Unter 150 Hz filtert ein Butterworth-Tiefpass 4. Ordnung beide Spuren gleich. Das schwächste 100-ms-Fenster zählt nur Stellen, an denen beide Spuren spielen (je höchstens 20 dB unter ihrem lautesten Fenster); bei Kick und Bass ist das der Moment, in dem der Tiefbass am stärksten auslöscht.
Gedrehte Polarität kehrt jeden Wert um und wirkt auf alle Frequenzen gleich. Ein Versatz dagegen dreht die Phase je Frequenz verschieden: Bei 1 ms liegt die erste Auslöschung bei 500 Hz, die nächste bei 1,5 kHz. Deshalb ersetzt eine gedrehte Polarität kein Verschieben. Schall legt bei 20 °C in Luft 344 m/s zurück, 1 ms entspricht also 34,4 cm Abstand zwischen zwei Mikrofonen.
In FL Studio dreht der Fruity Stereo Shaper die Polarität eines oder beider Kanäle und verzögert einen Kanal gegen den anderen; den Ausgleich einer Mixer-Spur nimmt FL Studio laut Handbuch auch von Hand in Millisekunden oder Samples an, Samples sind dabei die feinste Einstellung.
Geprüft an 21 Testfällen mit bekanntem Versatz: Ganze und gebrochene Versätze trafen auf höchstens 0,016 Werte, zwei Mikrofone mit Raumanteil und Rauschen (r = 0,32) auf 0,011 Werte, eine Snare oben und unten mit Hochpass am unteren Mikrofon als verschoben und verpolt. Ein Sinuston blieb mehrdeutig; Kick gegen Bass, Drums gegen Bass und unabhängiges Rauschen ergaben kein gemeinsames Signal. Nach dem vorgeschlagenen ffmpeg-Befehl lagen die Spuren in allen sieben nachgemessenen Fällen deckungsgleich, und die Summe traf die Vorhersage auf 0,1 dB. Im echten Browser (Chromium) ergab dieselbe Spur B als FLAC, MP3, AAC in M4A und Opus gegen die WAV-Fassung von A jeweils 64 Werte Versatz auf 0,002 Werte genau: Den Vorlauf der Encoder entfernt der Decoder, und Opus wird auf die Rate von A gebracht.
Wie Sidechain-Kompression den Bass bei jedem Kick absenkt, statt beide gegeneinander zu verschieben, zeigt die Anleitung „Sidechain-Kompression in FL Studio 2026“.
Kammfilter, Snare oben und unten sowie Kick innen und außen misst der Artikel „Versatz und Polarität zweier Spuren“.
Was Startphase, Stimmung, Hochpass und Ducking an der Summe von Kick und Bass im Tiefbass ändern, misst der Artikel „Kick und Bass im Tiefbass“.
Was eine Verzögerung zwischen links und rechts in der Mono-Summe kostet, misst der Artikel „Stereo-Verbreiterung“.
Wie viel Latenz ein linearphasiger EQ mitbringt, eine häufige Ursache für Versatz in parallelen Wegen, misst der Artikel „Linearphasiger gegen minimalphasigen EQ“.
Quellen: Image-Line: Mixer Track Effects (Plugin Delay Compensation) · Image-Line: Fruity Stereo Shaper · ffmpeg Filters Documentation (adelay, atrim, aeval) · HyperPhysics: Speed of Sound
Gesucht wird nur bis ±100 ms; ein größerer Versatz ergibt „kein gemeinsames Signal“. Ein Versatz, der über die Datei wandert, etwa bei verschiedenen Taktgebern zweier Geräte, hat keine feste Lage; gemessen wird dann ein Mittel über die ersten 30 s. Filter verzögern selbst: Ein Tiefpass bei 5 kHz auf Spur B verschob die gemessene Lage im Test um 3,9 Werte, und genau diese Laufzeit gleicht das Verschieben mit aus.