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Tempo-Umrechner für Timestretching: Tempo-Faktor, neue Länge und Tonhöhe

Rechnet ein Tempo für das Timestretching in ein anderes um: den Tempo-Faktor für atempo und rubberband, die neue Länge einer Datei in Zeit und Abtastwerten, Schlag- und Taktlängen und die Tonhöhenänderung, die eine Geschwindigkeitsänderung ohne Timestretching (Varispeed) mit sich brächte. Die ffmpeg-Befehle folgen der Messung im Artikel über Timestretching.

Zieltempo, Prozent und Halbtöne hängen zusammen: Das zuletzt bearbeitete Feld bestimmt das Zieltempo. Länge in Sekunden, m:ss oder h:mm:ss.

Längen
WasAusgangstempoZieltempoAbtastwerte im Zieltempo
ffmpeg-Befehle
Wie gerechnet wird

Der Tempo-Faktor ist das Zieltempo geteilt durch das Ausgangstempo: 120 auf 132 BPM ist Tempo 1,1, 128 auf 124 BPM ist 0,96875. Die Datei wird um den Kehrwert länger. Die Befehle übergeben den Faktor als exakten Bruch wie 124/128; ffmpeg rechnet ihn als Ausdruck aus. atempo nimmt 0,5 bis 100, überspringt laut Dokumentation aber ab 2 einzelne Werte, deshalb teilt das Werkzeug größere und kleinere Faktoren in eine Kette auf.

Die Wahl des Verfahrens folgt der Messung bei Tempo 0,9 bis 1,1: Mit channels=together hielt rubberband jeden Schlag innerhalb von 0,48 ms an seinem Platz und das Stereobild bei einer Korrelation von 0,92, um den Preis einer Rampe vor jedem Schlag und von Einbrüchen an gleichmäßigen Tönen. transients=smooth ließ reine Töne fast unverändert, machte den Mix aber 2,6 bis 3,0 dB leiser. atempo erhielt Klang und Pegel am besten, verschob aber einzelne Schläge um bis zu 10,84 ms und beschädigte einen Ton von 55 Hz.

Geprüft mit ffmpeg 7.1.5 an 10 s Testsignal bei Faktoren von 0,4 bis 2,5: Beide rubberband-Befehle trafen die berechnete Länge in allen sieben Fällen auf den Abtastwert genau, Varispeed auf höchstens einen Wert und die berechnete Tonhöhe auf 0,01 Halbtöne. atempo wich um −30,4 bis +8,0 ms ab, im gemessenen Bereich von 0,9 bis 1,1 um höchstens 4,6 ms; bei 128 auf 124 BPM fehlten 4,58 ms.

Das ISRC-Handbuch (4. Auflage 2021, A.10.2) unterscheidet: Ändert eine Aufnahme ihre Länge nur durch Tempo oder Fade-out, ist ein neuer ISRC ab 10 Sekunden Unterschied fällig; darunter behält sie ihren Code.

Artikel dazu

Wie atempo und rubberband bei ±5 und ±10 % mit Timing, Transienten, reinen und obertonreichen Tönen und dem Stereobild umgehen, misst der Artikel „Timestretching um 10 Prozent mit atempo und rubberband“.

Wann eine neue Fassung einen eigenen ISRC braucht, samt der 10-Sekunden-Regel für Tempoänderungen, zeigt die Anleitung „Release-Metadaten 2026“.

Wie die DAWs 2026 Audio auf das Projekttempo dehnen, mit dem Warping von Ableton Live als Maßstab, vergleicht der Artikel „Die 5 besten DAWs 2026“.

Quellen: ffmpeg Filters Documentation (atempo, rubberband, asetrate) · Rubber Band Library · ISRC Handbook, 4th Edition 2021, A.10.2 (IFPI)

Gerechnet wird mit gleichbleibendem Tempo; Tempowechsel innerhalb einer Datei und Swing bleiben außen vor. asetrate nimmt nur ganze Hertz, deshalb weicht Varispeed um höchstens 0,5 Hz von der exakten Rate ab, das sind höchstens 0,02 Cent. Welches Verfahren besser klingt, hat die Messung nicht per Hörtest entschieden.

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