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Google-Ads-Sprach-Targeting im September 2026: Search und Performance Max brauchen unterschiedliche Regeln

Inhalt
  1. Eine Spracheinstellung übersetzt keine gesamte Besuchsstrecke
  2. Die entscheidende Trennung bei Performance Max
  3. Alte API-Werte bleiben möglicherweise sichtbar
  4. Eine praktische Prüfung für Englisch, Deutsch und Polnisch
  5. Warum hreflang die Kampagne nicht bestätigt
  6. Was sich an automatischer Kampagnenanlage ändern sollte
  7. Welche Beobachtungen danach sinnvoll sind
  8. Passendes Werkzeug
  9. Fragen und Antworten
  10. Quellen

Google hat für Ende September 2026 eine Änderung der Sprachausrichtung angekündigt. Search und AI Max for Search sollen die Spracheinstellung auf Kampagnenebene nicht mehr verwenden. Maßgeblich wird die Sprache der Anzeigen. Bei Performance Max gilt eine zusätzliche Unterscheidung: Platzierungen in Google Search folgen dem neuen Ansatz; auf anderen Kanälen bleibt die gewählte Kampagnensprache für die Ausrichtung relevant. [1]

Stand 24. September bezeichnet „Ende September“ den angekündigten Zeitraum, keinen für jedes Konto bestätigten Abschluss. Für diesen Artikel wurde die Umstellung nicht in einem Kundenkonto getestet. Eine Ankündigung beschreibt die geplante Änderung; der konkrete Kontostand und die API-Antwort zeigen, was bereits wirksam ist.

Eine Spracheinstellung übersetzt keine gesamte Besuchsstrecke

Eine Kampagne kann Englisch als Sprache enthalten und mit einer bestimmten Anzeige trotzdem auf eine deutsche Seite zeigen. Eine polnische Seite kann wiederum ein englisches Formular eines anderen Dienstes einbinden. Solche Brüche sind unabhängig von der Kampagneneinstellung möglich, weil Anzeige, Zielseite und Formular getrennte Inhalte sind.

Mit der Änderung lässt sich diese Trennung weniger leicht übersehen. Ein mehrsprachiger Aufbau braucht eine durchgängige Verbindung vom Anzeigenversprechen zur Information und Handlung auf der Zielseite. Land, Sprache und Lieferfähigkeit bleiben ebenfalls verschiedene Fragen. Deutschsprachiger Inhalt legt allein noch nicht fest, in welche Länder ein Produkt geliefert werden kann.

Die entscheidende Trennung bei Performance Max

Kampagne oder Platzierung Angekündigtes Verhalten
Search und AI Max for Search Kampagnensprache entfällt; Zuordnung anhand der Anzeigensprache.
Performance Max in Google Search Die Kampagnensprache steuert diese Platzierungen nicht mehr.
Performance Max auf anderen Kanälen Die ausgewählte Kampagnensprache bleibt für die Ausrichtung relevant.

Eine pauschale Anweisung, Spracheinstellungen aus sämtlichen Kampagnen zu entfernen, wäre deshalb falsch. Eine gemeinsam verwendete Funktion zur Kampagnenanlage benötigt gegebenenfalls unterschiedliches Verhalten für Search und Performance Max. Für die technische Entscheidung zählt der Kampagnentyp, für die Auswertung der Auslieferung zusätzlich der Kanal. [1]

Alte API-Werte bleiben möglicherweise sichtbar

Laut Ankündigung liefern Abfragen vorhandene Sprachkriterien weiterhin zurück, obwohl sie bei Search nicht mehr zur Ausrichtung verwendet werden. Ein gespeicherter Wert und eine wirksame Steuerung sind damit zwei verschiedene Dinge. Ein interner Bericht mit der Überschrift „Zielsprachen“ kann irreführend werden, ohne dass eine Spalte verschwindet.

Das Hinzufügen oder Ändern von CampaignCriterion.language soll bei Search zu ContextError.OPERATION_NOT_PERMITTED_FOR_CONTEXT führen. Performance Max wird anders behandelt, weil die Einstellung außerhalb von Search weiter benötigt wird. Ob eine Operation passt, lässt sich somit nicht allein am Feldnamen erkennen. Der Kampagnenkontext gehört zur Prüfung. [1, 2]

Eine praktische Prüfung für Englisch, Deutsch und Polnisch

Ein fiktiver Dienst wird in drei Sprachen angeboten. Die Prüfung beginnt mit einer Zeile pro Anzeige oder Asset-Gruppe: gewünschte Sprache, tatsächlicher Anzeigentext, finale Zielseite und Formularsprache. Diese Zeilen dokumentieren Inhalte. Eine Vorhersage darüber, welche Personen Google erreicht, entsteht daraus nicht.

Anzeigensprache    Zieladresse     Formular       Befund
Englisch           /en/service/    Englisch       Durchgängig
Deutsch            /de/service/    Englisch       Formular passt nicht
Polnisch           /en/service/    Englisch       Zielseite passt nicht

Danach folgt das sichtbare Angebot. Liefergebiet, Währung, Kontaktzeiten und Vertragsinformationen müssen zum Anzeigenversprechen passen. Eine übersetzte Überschrift über einem unübersetzten Kaufprozess ergibt noch keine vollständige Sprachfassung. Auch automatische Sprachweiterleitungen verdienen eine Probe, weil sie das beabsichtigte Ziel nach dem Klick austauschen können.

Warum hreflang die Kampagne nicht bestätigt

Hreflang beschreibt für Google Search die Beziehungen zwischen Sprach- oder Regionalfassungen einer Seite. Daraus folgt nicht, dass eine bestimmte Anzeige auf das passende Formular zeigt. Auch ein vorhandenes en– oder pl-Kennzeichen beweist keine korrekte Übersetzung des sichtbaren Inhalts. Googles Dokumentation beschreibt den Mechanismus als Zuordnung lokalisierter Seitenalternativen. [3]

Der vorhandene Indexierungsprüfer hilft bei diesem technischen Teil. Die Prüfung des Inhalts und der Kampagne bleibt eine zusätzliche Aufgabe. So wird ein unauffälliger technischer Befund nicht zur unbelegten Aussage über die gesamte Besuchsstrecke.

Was sich an automatischer Kampagnenanlage ändern sollte

Eine sinnvolle Anpassung findet zunächst den Search-spezifischen Schritt, der Sprachkriterien schreibt. Sämtliche Ausrichtungsoperationen aus einer gemeinsamen Anfrage zu entfernen wäre zu weitgehend. Standorte, Budgets und Conversion-Konfiguration sind eigene Bereiche. Vorhandene Anfrage- und Fehlerprotokolle liefern einen Ausgangspunkt für den Vergleich des geänderten Anlageprozesses.

Die Änderungsnotiz sollte festhalten, ab wann die Anwendung das betroffene Kriterium nicht mehr schreibt, welche Kampagnentypen angepasst wurden und welche Prüfungen erfolgt sind. Spätere Auswertungen erhalten damit eine konkrete Konfigurationsgeschichte. Ein historischer Wert in einer API-Antwort lässt sich dann nicht mehr so leicht als Beleg für weiterhin aktive alte Regeln missverstehen.

Welche Beobachtungen danach sinnvoll sind

Ein brauchbarer Vergleich hält die Fragestellung stabil: Welche Sprachfassungen erhalten Besuche, erreichen diese das vorgesehene Formular und wie entwickeln sich daraus die relevanten Abschlüsse? Kampagnenergebnisse bewegen sich aus vielen Gründen. Ein Unterschied zwischen zwei Zeiträumen beweist allein noch keine Wirkung der geänderten Sprachzuordnung.

Der praktische Nutzen liegt in einem nachvollziehbareren mehrsprachigen Aufbau. Anzeigentext, Zielseite, Formular und Leistungsbedingungen lassen sich unmittelbar prüfen. Eine Spracheinstellung in der Kampagne konnte diese Arbeit nie ersetzen. Die angekündigte Änderung macht diese Grenze deutlicher sichtbar.

Passendes Werkzeug

Prüfer für Canonical, hreflang und Indexierungssignale

Fragen und Antworten

Was passiert mit einer gemeinsamen API-Anfrage, in der ein Sprachkriterium für eine Search-Kampagne steckt?

Das hängt davon ab, wie die Anfrage gestellt wird. Eine Mutate-Anfrage der Google Ads API ist standardmäßig atomar: Scheitert eine einzige Operation, wird keine der Operationen ausgeführt. Liefert das Hinzufügen von CampaignCriterion.language bei einer Search-Kampagne den angekündigten Fehler ContextError.OPERATION_NOT_PERMITTED_FOR_CONTEXT, legt eine solche Anfrage also auch alles andere darin nicht an, etwa die Standortkriterien derselben Kampagne.

Mit dem Schalter partial_failure führt die API die gültigen Operationen aus und meldet die Fehler je Operation zurück. Das verhindert den Totalausfall, macht einen Fehler aber leicht übersehbar, wenn niemand die Einzelmeldungen auswertet. Für die Anpassung ist deshalb wichtig, welcher Modus in der jeweiligen Anwendung eingestellt ist.

Die sauberere Lösung bleibt die aus dem Artikel: den Search-spezifischen Schritt finden, der das Sprachkriterium schreibt, und ihn nach Kampagnentyp verzweigen, statt sich darauf zu verlassen, dass die API den unzulässigen Teil aussortiert.

Warum ist eine Weiterleitung nach Browsersprache nach dieser Änderung heikel?

Weil sie genau das Glied der Kette austauscht, auf das es jetzt ankommt. Wenn die Anzeigensprache über die Zuordnung entscheidet, sollte eine deutsche Anzeige auf die deutsche Seite führen. Leitet der Server nach der Spracheinstellung des Browsers oder nach dem Standort um, landet eine Person mit englisch eingestelltem Browser nach dem Klick auf die deutsche Anzeige womöglich auf /en/service/, obwohl sie gerade einen deutschen Text gelesen und angeklickt hat.

In einer Prüfung mit dem eigenen Browser zeigen sich solche Fehler nicht, weil dieser immer dieselbe Sprache meldet. Aufschluss gibt erst ein Abruf der finalen Zieladresse mit wechselnden Sprachangaben, etwa mit verschiedenen Accept-Language-Headern; entscheidend ist, ob danach noch dieselbe Adresse angezeigt wird.

Wie lässt sich in einem internen Bericht kennzeichnen, ob eine gespeicherte Sprache noch wirkt?

Über den Kampagnentyp und das Datum der Umstellung. Die Google Ads API liefert den Typ im Feld campaign.advertising_channel_type; bei SEARCH ist ein gespeichertes Sprachkriterium nach der Umstellung nur noch ein historischer Wert, bei PERFORMANCE_MAX wirkt es außerhalb von Google Search weiter. Eine Spalte „gespeicherte Sprachkriterien“ mit diesem Vermerk ist ehrlicher als die Überschrift „Zielsprachen“.

Quellen

  1. Google Ads language targeting changes starting September 2026
  2. Google Ads API: campaign criteria
  3. Google Search: localized versions of a page

Quellen geprüft: 24. September 2026.

Lukas Wojcik

Lukas Wojcik

Systems architect and technology enthusiast specializing in scalable tracking solutions, GMP Stack (GA4 & GTM), and robust backend architectures. Advocate for clean code and privacy-first design.

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