Google-Ads-Sprach-Targeting im September 2026: Search und Performance Max brauchen unterschiedliche Regeln
Management Summary
Die Sprachausrichtung bestimmt, welche Sprachgruppen eine Werbekampagne erreichen soll. Seit September 2026 nutzt Google bei Suchanzeigen Anzeigentext, Zielseite und Nutzersignale statt einer manuellen Kampagnensprachauswahl. Bei Performance Max, einer Kampagne über mehrere Google-Kanäle, bleiben Spracheinstellungen außerhalb der Suche teilweise relevant. Für mehrsprachige Angebote zählt deshalb eine durchgängige Sprache von der Anzeige bis zum Formular. Ein alter gespeicherter Sprachwert belegt keine aktive Begrenzung von Suchanzeigen.
Inhalt
- Anzeige, Zielseite und Formular brauchen passende Sprachen
- Die entscheidende Trennung bei Performance Max
- Alte API-Werte bleiben möglicherweise sichtbar
- Eine praktische Prüfung für Englisch, Deutsch und Polnisch
- Warum hreflang die Kampagne nicht bestätigt
- Was sich an automatischer Kampagnenanlage ändern sollte
- Welche Beobachtungen danach sinnvoll sind
- Passendes Werkzeug
- Fragen und Antworten
- Quellen
Die aktuelle API-Dokumentation bestätigt die Änderung vom September 2026: Search und AI Max for Search unterstützen keine manuelle Kampagnensprachauswahl mehr. Zur Zuordnung dienen die Sprache von Anzeigen und Zielseiten sowie Sprachpräferenzen der Nutzenden. Bei Performance Max gilt dies für Search-Platzierungen; auf Kanälen wie YouTube und Display bleiben Spracheinstellungen relevant. Shopping-Anzeigen innerhalb von Performance Max werden durch Spracheinstellungen nicht beeinflusst. [1, 4]
Die Dokumentation wurde am 26. Oktober 2026 geprüft. Für diesen Artikel wurde kein Kundenkonto geändert oder getestet. Die dokumentierte Schnittstellenregel beschreibt das unterstützte Verhalten; zusätzlich müssen die tatsächlich erzeugten Anfragen der eigenen Anwendung geprüft werden.
Anzeige, Zielseite und Formular brauchen passende Sprachen
Eine Kampagne kann Englisch als Sprache enthalten und mit einer bestimmten Anzeige trotzdem auf eine deutsche Seite zeigen. Eine polnische Seite kann wiederum ein englisches Formular eines anderen Dienstes einbinden. Solche Brüche sind unabhängig von der Kampagneneinstellung möglich, weil Anzeige, Zielseite und Formular getrennte Inhalte sind.
Mit der Änderung lässt sich diese Trennung weniger leicht übersehen. Ein mehrsprachiger Aufbau braucht eine durchgängige Verbindung vom Anzeigenversprechen zur Information und Handlung auf der Zielseite. Land, Sprache und Lieferfähigkeit bleiben ebenfalls verschiedene Fragen. Deutschsprachiger Inhalt legt allein noch nicht fest, in welche Länder ein Produkt geliefert werden kann.
Die entscheidende Trennung bei Performance Max
| Kampagne oder Platzierung | Dokumentiertes Verhalten |
|---|---|
| Search und AI Max for Search | Keine manuelle Kampagnensprachauswahl; Zuordnung anhand von Anzeigen, Zielseiten und Nutzersignalen. |
| Performance Max in Google Search | Die Kampagnensprache steuert diese Platzierungen nicht mehr. |
| Performance Max auf YouTube, Display, Discover und Gmail | Die ausgewählte Kampagnensprache bleibt für die Ausrichtung relevant. |
Eine pauschale Anweisung, Spracheinstellungen aus sämtlichen Kampagnen zu entfernen, wäre deshalb falsch. Eine gemeinsam verwendete Funktion zur Kampagnenanlage benötigt gegebenenfalls unterschiedliches Verhalten für Search und Performance Max. Der Anlagecode muss Search und Performance Max unterscheiden. Bei der Auswertung der Auslieferung zählt zusätzlich der Kanal. [1]
Alte API-Werte bleiben möglicherweise sichtbar
Laut aktueller Kriteriendokumentation liefern Abfragen vorhandene Sprachkriterien weiterhin zurück, obwohl diese Werte Search-Anzeigen nicht mehr steuern. Ein gespeicherter Wert und eine wirksame Steuerung sind damit zwei verschiedene Dinge. Ein interner Bericht mit der Überschrift „Zielsprachen“ kann irreführend werden, ohne dass eine Spalte verschwindet.
Das Hinzufügen oder Ändern von CampaignCriterion.language führt bei Search zu ContextError.OPERATION_NOT_PERMITTED_FOR_CONTEXT. Performance Max wird anders behandelt, weil die Einstellung außerhalb von Search weiter benötigt wird. Ob eine Operation passt, lässt sich somit nicht allein am Feldnamen erkennen. Der Kampagnenkontext gehört zur Prüfung. [1, 2]
Eine praktische Prüfung für Englisch, Deutsch und Polnisch
Ein fiktiver Dienst wird in drei Sprachen angeboten. Die Prüfung beginnt mit einer Zeile pro Anzeige oder Asset-Gruppe: gewünschte Sprache, tatsächlicher Anzeigentext, finale Zielseite und Formularsprache. Diese Zeilen dokumentieren Inhalte. Eine Vorhersage darüber, welche Personen Google erreicht, entsteht daraus nicht.
Anzeigensprache Zieladresse Formular Befund
Englisch /en/service/ Englisch Durchgängig
Deutsch /de/service/ Englisch Formular passt nicht
Polnisch /en/service/ Englisch Zielseite passt nichtDanach folgt das sichtbare Angebot. Liefergebiet, Währung, Kontaktzeiten und Vertragsinformationen müssen zum Anzeigenversprechen passen. Eine übersetzte Überschrift über einem unübersetzten Kaufprozess ergibt noch keine vollständige Sprachfassung. Auch automatische Sprachweiterleitungen verdienen eine Probe, denn solche Weiterleitungen können das beabsichtigte Ziel nach dem Klick austauschen.
Warum hreflang die Kampagne nicht bestätigt
Hreflang beschreibt für Google Search die Beziehungen zwischen Sprach- oder Regionalfassungen einer Seite. Daraus folgt nicht, dass eine bestimmte Anzeige auf das passende Formular zeigt. Auch ein vorhandenes en– oder pl-Kennzeichen beweist keine korrekte Übersetzung des sichtbaren Inhalts. Googles Dokumentation beschreibt den Mechanismus als Zuordnung lokalisierter Seitenalternativen. [3]
Der vorhandene Indexierungsprüfer hilft bei diesem technischen Teil. Die Prüfung des Inhalts und der Kampagne bleibt eine zusätzliche Aufgabe. So wird ein unauffälliger technischer Befund nicht zur unbelegten Aussage über die gesamte Abfolge von Anzeige, Zielseite und Formular.
Was sich an automatischer Kampagnenanlage ändern sollte
Eine sinnvolle Anpassung findet zunächst den Search-spezifischen Schritt, der Sprachkriterien schreibt. Sämtliche Ausrichtungsoperationen aus einer gemeinsamen Anfrage zu entfernen wäre zu weitgehend. Standorte, Budgets und Conversion-Konfiguration sind eigene Bereiche. Vorhandene Anfrage- und Fehlerprotokolle liefern einen Ausgangspunkt für den Vergleich des geänderten Anlageprozesses.
Die Änderungsnotiz sollte festhalten, ab wann die Anwendung das betroffene Kriterium nicht mehr schreibt, welche Kampagnentypen angepasst wurden und welche Prüfungen erfolgt sind. Spätere Auswertungen erhalten damit eine konkrete Übersicht der tatsächlich geänderten Einstellungen. Ein historischer Wert in einer API-Antwort lässt sich dann nicht mehr so leicht als Beleg für weiterhin aktive alte Regeln missverstehen.
Welche Beobachtungen danach sinnvoll sind
Ein brauchbarer Vergleich hält die Fragestellung stabil: Welche Sprachfassungen erhalten Besuche, erreichen diese das vorgesehene Formular und wie entwickeln sich daraus die relevanten Abschlüsse? Kampagnenergebnisse bewegen sich aus vielen Gründen. Ein Unterschied zwischen zwei Zeiträumen beweist allein noch keine Wirkung der geänderten Sprachzuordnung.
Der praktische Nutzen liegt in einem nachvollziehbareren mehrsprachigen Aufbau. Anzeigentext, Zielseite, Formular und Leistungsbedingungen lassen sich unmittelbar prüfen. Eine Spracheinstellung in der Kampagne konnte diese Arbeit nie ersetzen. Die Änderung macht diese Grenze deutlicher sichtbar.
Passendes Werkzeug
Prüfer für Canonical, hreflang und Indexierungssignale
Fragen und Antworten
Was passiert mit einer Anfrage, die eine ungültige Sprachoperation enthält?
Eine synchrone Mutate-Anfrage ohne Teilfehlerverarbeitung führt die enthaltenen Änderungen gemeinsam aus. Eine ungültige Operation kann die ganze Anfrage scheitern lassen. Ein unzulässiges Sprachkriterium für Search kann dadurch auch andere Änderungen derselben Anfrage verhindern.
Unterstützt die Methode partial_failure, können gültige, unabhängige Operationen erfolgreich sein und andere Operationen Fehler liefern. Jede Einzelantwort muss ausgewertet werden. Nicht jede Methode unterstützt diesen Modus; voneinander abhängige Operationen mit vorläufigen Kennungen sind dafür ungeeignet. Auch Fehler bei Anmeldung oder Gesamtanfrage können weiterhin die gesamte Anfrage ablehnen. [5]
Die Kampagnenanlage braucht deshalb eine ausdrückliche Regel für Search-Sprachkriterien. Teilfehlerverarbeitung repariert keine falsche Kampagnenkonfiguration.
Wie kann eine Sprachweiterleitung das Anzeigenziel verändern?
Eine deutsche Anzeige verweist auf eine deutsche Seite, doch die Browsersprache löst eine Weiterleitung zur englischen Fassung aus. Wechselnde Accept-Language-Header helfen beim Prüfen serverseitiger Weiterleitungen. Zusätzlich braucht es einen Browsertest für JavaScript, gespeicherte Einstellungen, Cookies und Formulare. Entscheidend sind Zieladresse und sichtbarer Inhalt: Auch bei gleichbleibender URL kann sich die Sprache ändern.
Wie gehören gespeicherte Sprachkriterien in einen internen Bericht?
Eine Spalte „gespeicherte Sprachkriterien“ erhält zusätzlich Kampagnentyp und Geltungsbereich. Bei SEARCH steuern alte Werte die Auslieferung nicht mehr; bei PERFORMANCE_MAX hängt die Wirkung vom Kanal ab. Ein historischer Wert belegt keine aktive Search-Einschränkung.
Quellen
- Google Ads API: dokumentierte Änderungen
- Google Ads API: Kampagnenkriterien
- Google Search: Sprachfassungen einer Seite
- Google Ads: Sprachzuordnung und Shopping-Ausnahme
- Google Ads API: Teilfehlerverarbeitung
Quellen geprüft: 26. Oktober 2026.