Tutorial: Speicherplatzmanagement: Die größten Dateien via SSH unter Ubuntu/Debian finden

Eine effektive Serverwartung heißt, die Festplattenbelegung regelmäßig im Blick zu behalten. Wenn eine Partition ihre Kapazitätsgrenze erreicht, ist die Identifizierung großer Dateien der effizienteste Weg, um Speicherplatz freizugeben. Der folgende Leitfaden beschreibt zwei Methoden zur Lokalisierung großer Dateien unter Ubuntu und Debian über die Kommandozeile.
Methode 1: Verwendung des find-Befehls
Der find-Befehl ist äußerst effizient, um Dateien zu lokalisieren, die einen bestimmten Schwellenwert überschreiten. Dies ist hilfreich, wenn nach Dateien gesucht wird, die größer als ein definiertes Limit (z. B. 500 MB) sind.

find /pfad/zum/verzeichnis -type f -size +500M -exec ls -lh {} +
/pfad/zum/verzeichnis: Der Startpunkt für die Suche.-type f: Legt fest, dass nur Dateien (keine Verzeichnisse) aufgelistet werden sollen.-size +500M: Filtert nach Dateien, die größer als 500 Megabyte sind.-exec ls -lh {} +: Führt denls -lh-Befehl aus, um Details anzuzeigen.
Methode 2: Verwendung der du– und sort-Befehle
Um die “Top N” der größten Dateien oder Verzeichnisse zu identifizieren, ist die Kombination von du (disk usage) und sort die bevorzugte Vorgehensweise. Dies erzeugt eine sortierte Liste.
du -ah /pfad/zum/verzeichnis | sort -rh | head -n 10
du -ah: Berechnet die Festplattennutzung für alle Dateien und Verzeichnisse in menschenlesbarem Format.sort -rh: Sortiert die Ergebnisse nach Größe (absteigend, die größten zuerst) und interpretiert die Einheiten (z. B. K, M, G).head -n 10: Begrenzt die Ausgabe auf die ersten 10 Ergebnisse.
Beispielausgabe
Die Ausführung des du-Befehls erzeugt eine Ausgabe wie die folgende:
4,2G /var/lib/docker/containers/a1b2c3d4/a1b2c3d4-json.log 2,1G /var/log/syslog 1,8G /home/user/backups/db_backup.sql 950M /usr/share/zoneinfo/data.bin ...
Ein Kommentar
Beide Wege gehören auf jeden Server, und die Beispielausgabe zeigt gleich den häufigsten Übeltäter: das Docker-Logfile.
Eine Ergänzung aus dem Alltag, weil sie genau dann greift, wenn beide Befehle nichts finden: Ist eine grosse Datei gelöscht, aber von einem Prozess noch geöffnet, gibt das Dateisystem den Platz erst beim Beenden dieses Prozesses frei.
dfmeldet dann eine volle Partition,dufindet nichts, und die Suche geht ins Leere. Sichtbar werden solche Dateien mitlsof +L1. Bei uns war es genau das rotierte Syslog aus dem Beispiel: gelöscht, und der schreibende Dienst hielt es weiter offen.