AI-Max-Migration im September 2026: Was sich jetzt ändert und warum DSA bis Februar wartet
Management Summary
AI Max bündelt automatische Suchzuordnung und Werbeinhalte in Google-Suchkampagnen. Die Umstellung folgt getrennten Terminen: Einige bisherige Automatikfunktionen sollten im September 2026 wechseln; dynamische Suchanzeigen aus Website-Inhalten sind für Februar 2027 vorgesehen. Für Werbetreibende bestimmt die Ausgangskonfiguration, was sich ändert. Klarheit über automatische Texte, Suchzuordnung und Zielseiten erleichtert die Bewertung der Ergebnisse. Mehr zugerechnete Käufe belegen allein noch keinen zusätzlichen Umsatz.
Inhalt
Für die AI-Max-Migration von Google gelten zwei getrennte Zeitpläne. Die schrittweise Umstellung von Search-Kampagnen mit Campaign-level Broad Match oder eigenständig verwendetem ACA war für September 2026 angekündigt. Dynamische Suchanzeigen, kurz DSA, gehören nicht zu dieser September-Migration; dafür ist weiterhin Februar 2027 vorgesehen. Die unterschiedliche Ausgangslage entscheidet über die nötigen Prüfungen. [1, 2]
Der Name der Migration reicht nicht aus
Campaign-level Broad Match bezeichnet eine Einstellung auf Kampagnenebene. Das ist nicht dasselbe wie ein einzelnes weitgehend passendes Keyword. Automatisch erstellte Assets, kurz ACA, betreffen automatisch erzeugte Werbeinhalte. DSA nutzt Website-Inhalte, um Suchanfragen zuzuordnen und Anzeigen zu erzeugen. Auch wenn das Ziel jeweils AI Max heißt, unterscheiden sich die nötigen Prüfungen.
Die Kampagnenliste benötigt vorherige Konfiguration, aktuelle Einstellungen und Migrationsdatum. Der September-Zeitraum ist vorbei, doch eine Ankündigung belegt noch nicht den Zustand einer einzelnen Kampagne. Beim Quellenabgleich am 26. Oktober 2026 trennt der veröffentlichte Plan diese Umstellung weiterhin von DSA im Februar 2027.
Welche Einstellungen vorgesehen sind
Die Google-Ankündigung vom August beschreibt die vorgesehenen Einstellungen nach der Migration. Bei Campaign-level Broad Match ist Search Term Matching aktiv; Text Customization und Final URL Expansion bleiben aus. Bei eigenständig verwendetem ACA sind Search Term Matching und Text Customization aktiv, während Final URL Expansion ebenfalls aus bleibt. Vorhandene Markenein- und -ausschlüsse sollen beim Broad-Match-Übergang erhalten bleiben. [1]
Search Term Matching erweitert die Suchanfragen, bei denen Anzeigen erscheinen können. Text Customization erlaubt Google die Anpassung von Werbetexten. Final URL Expansion erlaubt die Auswahl einer anderen passenden Zielseite. Die drei Schalter betreffen also Suchzuordnung, Wortlaut und Ziel getrennt.
| Ausgangslage | Textanpassung | Erweiterung der finalen URL | Search Term Matching |
|---|---|---|---|
| Campaign-level Broad Match | Aus | Aus | An |
| Eigenständiges ACA | An | Aus | An |
Die Tabelle beschreibt angekündigte Vorgaben und keine ausgelesene Konfiguration eines Kundenkontos. Bei manuell bearbeiteten Kampagnen zählt die tatsächlich vorliegende Konfiguration. Eine Bezeichnung im Bericht ersetzt diesen Abgleich nicht.
Eine praktische Prüfung für einen mehrsprachigen Shop
Ein fiktiver Händler bewirbt getrennte englische, deutsche und polnische Produktseiten. Bevor die Wochenergebnisse eingeordnet werden, hält die Prüfung fest, ob Werbetexte automatisch verändert werden dürfen und ob eine Erweiterung der Zieladresse aktiv ist. Danach werden Anzeigenversprechen, Verfügbarkeit, Preise und die nach dem Klick erreichte Seite verglichen.
Eine unveränderte Zielseiteneinstellung beweist noch nicht, dass jede Anzeige passt. Eine automatisch erzeugte Überschrift kann weiterhin eine inhaltliche Prüfung benötigen. Umgekehrt belegt eine veränderte Conversion-Zahl noch keinen Wechsel der Zielseite. Konfiguration und Ergebnis gehören in unterschiedliche Spalten.
Protokoll einer Kampagnenprüfung
Vorherige Funktion: eigenständiges ACA
Beobachtetes Migrationsdatum: aus dem Konto dokumentiert
Aktuelle Textanpassung: geprüft
Aktuelle Erweiterung der finalen URL: geprüft
Markenbeschränkungen: mit gesichertem Stand verglichen
Zielseiten und Conversion-Ziele: geprüft
Zuständigkeit und Folgetermin: festgehaltenDSA hat ein eigenes Vorbereitungsfenster
Der neuere Zeitplan vom August nennt Februar 2027 für die automatische DSA-Migration. Auch das Ende der Neuanlage von DSA-Anzeigengruppen wird dort dieser Phase zugeordnet. Frühere Meldungen enthalten ältere Termine. Eine übernommene Arbeitsliste braucht deshalb das Datum ihrer Quelle und die konkret betroffene Funktion. Die Sammelbezeichnung „Migration alter Search-Funktionen“ verdeckt diesen Unterschied. [1, 2]
Bei einer bestehenden DSA-Struktur lässt sich die zusätzliche Zeit für einen kontrollierten Vergleich nutzen: dokumentierter Ausgangszustand, begrenzte Probe und ausdrückliche Bewertung. Das Übergangsprotokoll sollte die verwendeten Seiten und Ausschlüsse enthalten, nicht nur die Kampagnenkennung. Spätere Verschiebungen im Besuchermix werden dadurch leichter nachvollziehbar.
Veränderungen messen, ohne Ursachen zu erfinden
Ein Vorher-nachher-Diagramm liefert nützliche Beobachtungen. Saison, Aktionen, Budget und Tracking können sich jedoch gleichzeitig ändern. Ein Test benötigt deshalb schon vor dem Ergebnis eine festgelegte Hauptkennzahl. Kaufwert, qualifizierte Anfragen und die Conversion-Zahl einer Plattform beantworten möglicherweise unterschiedliche Fragen.
Ein kurzes Migrationsprotokoll neben dem Bericht hilft oft mehr als eine weitere zusammengefasste Kennzahl. Das Protokoll zeigt, wann sich die Konfiguration änderte und welche Annahmen geprüft wurden. Der vorhandene GAQL Explorer unterstützt lesbare Abfragen; eine Kontoverbindung oder Bestätigung der Kampagnenkonfiguration erfolgt dabei nicht. Der verknüpfte Beitrag zu Conversion Lift erklärt zusätzlich den Unterschied zwischen zugerechneten Ergebnissen und tatsächlich zusätzlicher Wirkung.
Passendes Werkzeug
GoogleAds – GAQL-Abfrage-Explorer
Google Ads API v25.1: Conversion-Lift-Daten lesen, aber keine Studie anlegen
Fragen und Antworten
Bleiben Markenein- und -ausschlüsse auch beim Übergang von eigenständigem ACA erhalten?
Die im Artikel wiedergegebene Angabe, dass vorhandene Markenein- und -ausschlüsse erhalten bleiben sollen, betrifft den Broad-Match-Übergang. Für eigenständiges ACA ist damit nichts belegt, weder in die eine noch in die andere Richtung. Deshalb steht im Prüfprotokoll die Zeile „Markenbeschränkungen: mit gesichertem Stand verglichen“, und dieser Abgleich setzt voraus, dass der Stand vor der Umstellung gesichert wurde.
Warum belegt eine gestiegene Conversion-Zahl nach der Umstellung noch keine Wirkung von AI Max?
Weil die Conversion-Zahl einer Plattform zugerechnete Ergebnisse zählt, nicht zusätzliche. Erreicht Search Term Matching neue Suchanfragen, kann das Konto der Kampagne auch Käufe zurechnen, die ohne die Anzeige auf einem anderen Weg gekommen wären, etwa über eine andere Kampagne derselben Marke oder über ein organisches Ergebnis. Die Zahl steigt dann, während der Umsatz insgesamt gleich bleibt.
Eine geeignet gebildete Kontrollgruppe hilft, die zusätzliche Werbewirkung zu schätzen. Der Kaufwert im Shop ist eine nützliche Geschäftskennzahl. Ein höherer Shopumsatz allein belegt jedoch keine Ursache durch AI Max: Auch Aktionen oder die Saison können den Umsatz verändern. Conversion Lift vergleicht Gruppen mit und ohne Werbekontakt und steht nicht jedem Konto zur Verfügung. Für einen Migrationsvergleich muss der Versuchsaufbau tatsächlich die betreffenden Einstellungen gegenüberstellen. Werbung gegen keine Werbung beantwortet eine andere Frage. [4]
Wie lässt sich das Migrationsdatum einer Kampagne belegen, wenn der Bericht nur den heutigen Zustand zeigt?
Die heutige Einstellung verrät allein kein Startdatum. Für die beiden automatischen Migrationen stellt Google jedoch campaign.aca_migration_date_time und campaign.broad_match_migration_date_time bereit. Diese Felder enthalten den jeweiligen Migrationszeitpunkt in der Zeitzone des Kundenkontos. Beide Felder sind einzeln auszuwerten. Die Bedingung, dass beide zugleich gefüllt sein müssen, würde Kampagnen mit nur einer der beiden Ausgangsfunktionen ausblenden. [5] Zusätzliche Aufzeichnungen helfen bei der Einordnung:
- Gesicherte Konfigurationen zeigen Änderungen zwischen zwei Beobachtungen. Ein Unterschied zwischen Montag und Donnerstag grenzt die beobachtete Umstellung beispielsweise auf diesen Zeitraum ein. Ein genauer Zeitpunkt oder zwischenzeitlich zurückgenommene Änderungen ergeben sich daraus nicht.
- Die API-Ressource
change_eventliefert Einzelheiten aus den vergangenen 30 Tagen, aber nicht jede Kontoänderung. Die Abfrage benötigt einen Datumsfilter und eine Begrenzung auf höchstens 10.000 Ergebnisse. Ein fehlender Eintrag beweist deshalb keine ausgebliebene Migration. [3]
Der GAQL Explorer bereitet den Abfragetext ohne Kontoverbindung vor. Die Ausführung benötigt eine separate autorisierte API-Anbindung. Die beiden Migrationszeitstempel sind eigenständige Felder und nicht mit dem gleitenden 30-Tage-Verlauf von change_event gleichzusetzen. Regelmäßige Exporte sichern zusätzliche Konfigurationshistorie vor Ablauf dieses Fensters.
Quellen
- Google Ads: Migrationsplan vom August
- Google: aktualisierter DSA-Zeitplan
- Referenz für Change Event
- Conversion Lift: zusätzliche Wirkung
- Migrationszeitstempel der Kampagne
Quellen geprüft: 26. Oktober 2026. Februar 2027 bleibt der angekündigte DSA-Zeitplan.