Die Top 5 DAWs 2026: FL Studio, Ableton Live, Logic Pro, Cubase und Bitwig Studio im Vergleich

Inhalt
- Was sich 2026 verändert hat
- 1. FL Studio 2026: der schnellste Weg von der Idee zum fertigen Pattern
- 2. Ableton Live 12: Session View, Live-Performance und Sounddesign
- 3. Logic Pro 12: das vollständigste Paket auf dem Mac
- 4. Cubase 15: MIDI-Tiefe, Komposition und Notation
- 5. Bitwig Studio 6: Modulation, Clips und Linux
- Funktionen im Vergleich
- Bedienbarkeit im Vergleich
- Preise und Lizenzmodelle
- Knapp außerhalb der Top 5
- Fazit: FL Studio ist für die meisten Produktionen die erste Wahl
- Quellen
Eine Digital Audio Workstation, kurz DAW, ist das Programm, in dem ein Track geschrieben, aufgenommen, arrangiert, gemischt und exportiert wird. Fünf davon geben 2026 in der Musikproduktion den Takt vor, und jede hat zwischen November 2025 und September 2026 eine neue Hauptversion oder ein umfangreiches Update erhalten: Cubase 15, Ableton Live 12.3 und 12.4, Logic Pro 12, Bitwig Studio 6 und FL Studio 2026. Diese Übersicht vergleicht Funktionen, Bedienbarkeit und Preise und schließt mit einer Empfehlung.
Versionsnummern, Erscheinungstermine und Preise wurden am 16. September 2026 anhand der Herstellershops, der Release Notes und der Fachpresse geprüft. Preise sind Listenpreise in der Währung des jeweiligen Herstellershops: Image-Line verkauft FL Studio in US-Dollar, die übrigen vier nennen Euro. Die Auswahl konzentriert sich auf die Produktion – Komponieren, Beatmaking, Sounddesign und Mixing in einem Programm. Fender Studio Pro, Pro Tools und Reaper folgen in einem eigenen Abschnitt.

Was sich 2026 verändert hat
Stem-Separation wurde zur Standardfunktion. Einen fertigen Stereomix in Gesang, Schlagzeug, Bass und die übrigen Instrumente zu zerlegen, erforderte früher ein eigenes Programm. 2026 steckt die Funktion in FL Studio, Ableton Live, Logic Pro, Cubase und Fender Studio Pro. Die Unterschiede liegen im Detail. Logic Pro trennt sechs Spuren – Gesang, Schlagzeug, Bass, Gitarre, Klavier und Rest –, Ableton Live und Cubase liefern vier. Ableton behält die Funktion Live Suite vor, Steinberg Cubase Pro, und Image-Line liefert sie ab der Producer Edition. Bitwig Studio bringt bis Version 6.1 keine eingebaute Stem-Separation mit, und Avid zeigte sie für Pro Tools im September 2026 auf der IBC erst als Technologievorschau.
Assistenten sind in die DAW eingezogen. Seit FL Studio 2026 ordnet der eingebaute Assistent Gopher Spuren, stellt Mischpultpegel ein, routet Audio und schreibt Piano-Roll- und VFX-Skripte nach einer Textanweisung. Logic Pro 12 ergänzte die KI-Session-Player um einen Synth Player und brachte Chord ID, das die Harmonien von Audio- und MIDI-Regionen ausliest. Cubase 15 führte Omnivocal ein, eine Gesangssynthese auf Basis von Yamaha-Technologie, die im Key Editor eingetippte Texte singt und noch als Beta gekennzeichnet ist. Keine dieser Funktionen erzeugt einen fertigen Song; alle arbeiten innerhalb eines Projekts, das ein Mensch arrangiert.
Die Lizenzmodelle haben sich auseinanderentwickelt. Drei Modelle bestehen nebeneinander: der Einmalkauf mit kostenlosen Updates (FL Studio lebenslang, Logic Pro bislang ausnahmslos), der Kauf mit kostenpflichtigen Upgrades oder einem befristeten Update-Plan (Ableton Live, Cubase, Bitwig Studio) sowie Abonnements oder Mietkauf (Apple Creator Studio für Logic Pro, Mietkauf für Ableton Live Suite).
Der Markt hat sich konsolidiert. Am 6. Januar 2026 übernahm LANDR, ein Unternehmen rund um KI-Mastering und Musikvertrieb, Reason Studios. Eine Woche später, am 13. Januar, wurde aus PreSonus Studio One Pro Fender Studio Pro. Und Logic Pro 12 beendete die Unterstützung für Intel-Macs: Vorausgesetzt werden Apple Silicon und macOS 15.6 oder neuer.
1. FL Studio 2026: der schnellste Weg von der Idee zum fertigen Pattern
Image-Line veröffentlichte FL Studio 2026 im Juli 2026 als kostenloses Update; aktuell ist Build 2026.1.6 vom 7. September. Das Programm läuft unter Windows und macOS und wird in vier Editionen verkauft: Fruity Edition (99 USD), Producer Edition (179 USD), Signature Bundle (269 USD) und All Plugins Edition (449 USD). Jede Edition enthält lebenslange kostenlose Updates, FL Cloud und den Assistenten Gopher.
FL Studio ist um Patterns herum gebaut. Ein Beat entsteht im Channel Rack und in der Piano Roll und wird anschließend als Pattern und Audioclip in der Playlist arrangiert. Diese Reihenfolge macht loopbasierte Genres wie Hip-Hop, Trap und EDM besonders schnell skizzierbar. Die Piano Roll mit Ghost Notes, Skalenhervorhebung und Chord-Stamp-Werkzeug gilt weithin als leistungsfähigster MIDI-Editor am Markt, und Version 2026 ergänzt ein Chord Panel mit Akkorderkennung in Echtzeit sowie Voice-Leading-Optionen für Akkordstempel.
Mehrere alte Lücken wurden 2026 geschlossen. Noten in der Piano Roll lassen sich umbenennen, Audioclips haben eine eigene Gain-Regelung, und der Audio Logger hält die letzten 60 Sekunden des Master-Ausgangs in einem Puffer – eine Idee, die gespielt wurde, während nichts aufnahm, geht damit nicht verloren. Der Synthesizer FLEX erhielt eine neue Engine, die mit Packs der zweiten Generation bis zu 50 Prozent weniger CPU benötigt, und acht kostenlose Core-Series-Packs bringen mehr als 200 Presets. Projekte lassen sich verschlüsselt in FL Cloud sichern – 500 MB kostenlos, 5 GB mit Plus, 1 TB mit Pro –, und laut Image-Line werden gespeicherte Projekte nicht zum Training von KI-Modellen verwendet. Gopher beantwortet nicht mehr nur Fragen, sondern führt Aufgaben im geöffneten Projekt aus.
Auch die Grenzen sind bekannt. Die Ein-Fenster-Oberfläche mit frei schwebenden Bereichen spaltet die Meinungen. Die Fruity Edition kann kein Audio aufnehmen, keine Audioclips in der Playlist platzieren und keine Stems trennen, womit die Producer Edition der realistische Einstieg ist. Eine Band mit vielen gleichzeitigen Eingängen aufzunehmen und Takes zu comppen, ist möglich, doch der patternbasierte Ablauf ist dafür weniger natürlich als die linearen Zeitleisten von Logic Pro oder Cubase. Plugins lädt FL Studio als VST, VST3 und CLAP, unter macOS zusätzlich als Audio Units.
2. Ableton Live 12: Session View, Live-Performance und Sounddesign
Live 12.3 erschien am 25. November 2025 mit Stem-Separation, Splice-Integration und A/B-Zuständen für Devices; Live 12.4 folgte im Mai 2026 als kostenloses Update. Ableton verkauft drei Editionen: Intro (79 EUR, 16 Spuren), Standard (279 EUR) und Suite (599 EUR, mit Max for Live und mehr als 71 GB Sounds). Suite gibt es außerdem im Mietkauf für 24,96 EUR im Monat; nach der letzten Rate gehört die Lizenz dem Käufer. Live läuft unter Windows und macOS.
Die prägende Idee von Live ist die Session View: Clips in einem Raster, die sich unabhängig von einer Zeitleiste in beliebiger Kombination starten lassen. Ideen werden gejammt, variiert und danach in die lineare Arrangement View aufgenommen. Das macht Live zur Referenz für Live-Auftritte und loopbasierte elektronische Musik, und das Warping – Audio auf jedes Tempo zu dehnen, ohne die Tonhöhe zu verändern – bleibt der Maßstab. Suite ergänzt Max for Live, eine visuelle Programmierumgebung, in der sich Devices, Sequenzer und Hardware-Schnittstellen bauen lassen.
Live 12.4 brachte Link Audio, das Audio zwischen Link-fähigen Geräten im selben lokalen Netzwerk überträgt: Ein zweiter Rechner oder ein Ableton Move erscheint in Live als Eingang, ohne Kabel und ohne manuelle Latenzeinstellungen. Stem-Separation lässt sich jetzt auf einen ausgewählten Teil eines Clips anwenden statt auf die ganze Datei. Für den Einstieg ersetzt eine Learn View mit geführten Tutorials die bisherige Help View.
Diese Flexibilität hat an zwei Stellen ihren Preis. Stem-Separation und Max for Live gibt es nur in Suite, die mehr als doppelt so viel kostet wie Standard. Und das Zwei-Ansichten-Konzept ist schwerer zu erlernen als eine einzelne Zeitleiste: Ein in der Session View gestarteter Clip übersteuert das Arrangement auf seiner Spur, bis die Wiedergabe zurückgeschaltet wird – eine klassische Quelle der Verwirrung. Plugins werden als VST2, VST3 und unter macOS als Audio Units unterstützt; CLAP wird nicht unterstützt.
3. Logic Pro 12: das vollständigste Paket auf dem Mac
Apple veröffentlichte Logic Pro 12 am 28. Januar 2026 als kostenloses Update für bestehende Nutzer und legte im Juni mit Version 12.3 nach, die dem Synthesizer Alchemy einen Granular-Modus hinzufügte. Logic Pro kostet einmalig 229,99 EUR. Alternativ ist es Teil von Apple Creator Studio, einem Abonnement für 12,99 EUR im Monat oder 129 EUR im Jahr, das außerdem Final Cut Pro, Pixelmator Pro, Motion, Compressor, MainStage sowie die iPad-Versionen von Logic Pro und Final Cut Pro enthält. Logic Pro läuft nur unter macOS und seit Version 12 nur auf Macs mit Apple Silicon und macOS 15.6 oder neuer.
Logic folgt dem klassischen linearen Modell mit Spuren auf einer Zeitleiste und ergänzt es um Live Loops, ein Clip-Raster ähnlich der Session View von Ableton. Die größte Stärke ist der Umfang des mitgelieferten Materials: Instrumente wie Alchemy und Sampler, eine große Bibliothek an Loops und Sounds, Effekte wie ChromaGlow und der Mastering Assistant – alles in einer einzigen Edition ohne teurere Stufen. Audioaufnahme und das Comping von Takes sind ausgereift, und der Score Editor deckt die Notation ab.
Die KI-Session-Player sind die am weitesten entwickelten Assistenten dieses Vergleichs. Drummer, Bass Player, Keyboard Player und, neu in Version 12, Synth Player erzeugen Stimmen, die der Akkordspur folgen und auf Regler für Komplexität und Intensität reagieren. Chord ID erstellt diese Akkordspur aus vorhandenen Audio- oder MIDI-Regionen. Stem Splitter trennt bis zu sechs Spuren und läuft nur auf Apple Silicon.
Die Einschränkung ist die Plattform. Es gibt keine Windows-Version, Plugins müssen als Audio Units vorliegen, und ein Projekt lässt sich nicht an jemanden weitergeben, der am PC arbeitet. Wer ohnehin am Mac arbeitet, bekommt allerdings bei keinem anderen Programm dieses Vergleichs so viel für den Preis.
4. Cubase 15: MIDI-Tiefe, Komposition und Notation
Steinberg veröffentlichte Cubase 15 am 5. November 2025. Die Editionen heißen Elements (99,99 EUR), Artist (329 EUR) und Pro (579 EUR); Stem-Separation und der neue Dynamikprozessor UltraShaper sind Pro vorbehalten. Cubase läuft unter Windows und macOS. Geladen werden VST3-Plugins; VST2-Plugins sind seit Version 14 standardmäßig deaktiviert und lassen sich nur noch manuell wieder einschalten, weil Steinberg das Format auslaufen lässt.
Cubase ist seit seinen Anfängen ein MIDI-zentriertes Programm, und das zeigt sich in den Editoren: Key Editor, Logical Editor für regelbasierte Änderungen an vielen Events zugleich, Expression Maps für orchestrale Artikulationen und umfangreiche Akkordwerkzeuge machen es zur üblichen Wahl für Film- und Spielekomponisten und für Arrangements mit vielen Instrumenten. Cubase 15 ergänzt sechs neue Modulatoren, die sich auf Parameter von Instrumenten und Effekten legen lassen, einen erweiterten Melodic Pattern Sequencer, 40 neue Drum-Machine-Kits und Omnivocal.
Aufnahme, Editing und Mixing sind ebenso ausgereift, einschließlich VariAudio zur Bearbeitung der Tonhöhe von Gesangsaufnahmen. Der Nachteil ist die Komplexität: Cubase bietet für fast jedes Ziel mehrere Wege, die Menüs sind tief verschachtelt, und die Lernkurve ist steil. Updates zwischen den Versionen kosten Geld, und die 2026 wichtigsten Funktionen liegen gebündelt in der teuersten Edition.
5. Bitwig Studio 6: Modulation, Clips und Linux
Bitwig Studio 6 erschien am 11. März 2026; Update 6.1 baute den Sampler neu auf, mit Slicing nach Beats, erkannten Transienten oder Tonhöhenwechseln. Es gibt drei Editionen: Essentials (99 EUR), Producer (199 EUR) und Bitwig Studio (399 EUR). Jede Lizenz enthält zwölf Monate Updates; danach läuft die installierte Version weiter, und ein neuer Upgrade-Plan ist optional. Bitwig ist das einzige Programm dieses Vergleichs mit offizieller Linux-Version neben Windows und macOS und lädt VST- und CLAP-Plugins – ein Format, das Bitwig gemeinsam mit u-he entwickelt hat.
Bitwig verbindet einen Clip Launcher im Stil der Session View mit einem linearen Arranger, doch das eigentliche Unterscheidungsmerkmal ist die Modulation. Nahezu jeder Parameter lässt sich über LFOs, Hüllkurven, Step-Sequenzer oder Makros bewegen, indem ein Modulator auf das Device gelegt und zugewiesen wird: Essentials bietet 10 Modulatoren, Producer 18 und die Vollversion 43. Die Vollversion enthält außerdem The Grid, eine modulare Umgebung, in der Instrumente und Effekte aus kleinen Bausteinen entstehen. Version 6 überarbeitete die Automationsbearbeitung und führte Automationsclips ein, die sich wie Notenclips verschieben und wiederverwenden lassen, dazu Clip-Aliase, deren Änderungen in jede Kopie übernommen werden, und eine projektweite Tonart.
Bitwig ist technisch das experimentierfreudigste der fünf Programme und belohnt alle, die Klänge eher gestalten als einspielen. Als erste DAW eignet es sich weniger: Das Modulationssystem ist abstrakt, und eine eingebaute Stem-Separation fehlt. Ein praktisches Detail im Alltag: Plugins können in getrennten Prozessen laufen, sodass ein abstürzendes Plugin nicht das ganze Projekt mitreißt.
Funktionen im Vergleich
| Funktion | FL Studio 2026 | Ableton Live 12.4 | Logic Pro 12 | Cubase 15 | Bitwig Studio 6 |
|---|---|---|---|---|---|
| Stem-Separation | ab Producer Edition | nur Suite, 4 Spuren | enthalten, 6 Spuren | nur Pro, 4 Spuren | nicht eingebaut |
| Assistenten und KI | Gopher handelt im Projekt | kein Assistent | Session Player, Chord ID | Omnivocal (Beta) | keine |
| Arbeitsmodell | Patterns und Playlist | Session und Arrangement View | Zeitleiste und Live Loops | Zeitleiste | Clip Launcher und Arranger |
| MIDI-Bearbeitung | Piano Roll, Chord Panel | MIDI-Werkzeuge und Generatoren | Piano Roll, Score Editor | Key und Logical Editor, Expression Maps | Noteneditor, Tonart |
| Sounddesign | FLEX, Sytrus, Harmor (je nach Edition) | Max for Live (Suite) | Alchemy mit Granular-Modus | sechs neue Modulatoren | The Grid, bis zu 43 Modulatoren |
| Plugin-Formate | VST, VST3, CLAP, AU | VST2, VST3, AU | nur AU | VST3 (VST2 standardmäßig aus) | VST, CLAP |
| Plattformen | Windows, macOS | Windows, macOS | macOS (Apple Silicon) | Windows, macOS | Windows, macOS, Linux |
Bedienbarkeit im Vergleich
Bedienbarkeit ist weniger eine Frage von gut oder schlecht als davon, wie viele Konzepte zwischen dem ersten Start und dem ersten fertigen Loop stehen.
FL Studio hat die niedrigste Schwelle für Beats: ein Pattern, ein paar Schritte im Channel Rack, und der Loop läuft. Der Preis dafür ist eine volle Oberfläche aus schwebenden Fenstern, die Gewöhnung braucht, vor allem beim Mixing.
Logic Pro ist der einfachste Einstieg für Songwriting und Aufnahme. Eine einzige Zeitleiste, sinnvolle Voreinstellungen, Session Player, die in wenigen Minuten eine spielbare Begleitung liefern, und Vorlagen für gängige Setups machen es zum zugänglichsten Programm für Musikschaffende, die von einem Instrument kommen.
Ableton Live ist schnell für Loops und Live-Sets, sobald das Zusammenspiel von Session und Arrangement View verstanden ist. Die Oberfläche ist aufgeräumt und konsistent, und die neue Learn View führt direkt im Programm durch die Grundlagen.
Cubase verlangt das meiste Einlesen. Fast alles ist möglich, doch viele Funktionen liegen in Untermenüs und eigenen Editoren, und seine Stärken entfaltet das Programm erst mit eingeübter Routine.
Bitwig Studio ist logisch aufgebaut, aber konzeptionell anspruchsvoll: Modulationssystem und The Grid zahlen sich erst aus, wenn ihre Prinzipien verstanden sind.
| Kriterium | FL Studio | Ableton Live | Logic Pro | Cubase | Bitwig Studio |
|---|---|---|---|---|---|
| Einstiegshürde | niedrig für Beats | mittel | niedrig | hoch | hoch |
| Oberfläche | ein Fenster, schwebende Bereiche | aufgeräumt, zwei Ansichten | klassisch, gut gegliedert | dicht, viele Editoren | modern, klar geordnet |
| Am stärksten bei | Beats, Hip-Hop, EDM | Live-Sets, elektronischer Musik | Songwriting, Aufnahme | Komposition, Notation | Sounddesign, Modulation |
| Am schwächsten bei | Mehrspuraufnahmen von Bands | Notation | plattformübergreifender Arbeit | schnellen Skizzen | Stem-Bearbeitung |
Preise und Lizenzmodelle
| DAW | Editionen und Listenpreise | Updates | Abo oder Mietkauf |
|---|---|---|---|
| FL Studio | Fruity 99 USD · Producer 179 USD · Signature 269 USD · All Plugins 449 USD | lebenslang kostenlos, alle Editionen | kein Angebot des Herstellers |
| Ableton Live | Intro 79 EUR · Standard 279 EUR · Suite 599 EUR | neue Hauptversionen kostenpflichtig | Suite: Mietkauf, 24,96 EUR im Monat |
| Logic Pro | eine Edition, 229,99 EUR | bislang kostenlos | Apple Creator Studio, 12,99 EUR im Monat oder 129 EUR im Jahr |
| Cubase | Elements 99,99 EUR · Artist 329 EUR · Pro 579 EUR | kostenpflichtige Updates | kein Angebot des Herstellers |
| Bitwig Studio | Essentials 99 EUR · Producer 199 EUR · Studio 399 EUR | 12 Monate inklusive, danach optionaler Plan | kein Angebot des Herstellers |
Der Listenpreis allein sagt wenig. Wichtiger ist 2026 der Preis der ersten Edition, die die benötigten Funktionen enthält, und was es kostet, auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Für Stem-Separation liegt der Einstieg bei 179 USD mit FL Studio, 229,99 EUR mit Logic Pro, 579 EUR mit Cubase und 599 EUR mit Ableton Live; Bitwig Studio bietet sie in keiner Edition. Über mehrere Jahre wiegt das Update-Modell schwerer als der Kaufpreis: Image-Line hält sein Versprechen kostenloser Updates seit mehr als 25 Jahren, während Ableton und Steinberg für neue Hauptversionen und Bitwig für Updates nach dem ersten Jahr Geld verlangen.
Knapp außerhalb der Top 5
Fender Studio Pro ist das frühere PreSonus Studio One Pro, am 13. Januar 2026 umbenannt und seit Juni in Version 8.1 mit KI-Assistent, Moises-Integration und einem Werkzeug zur Tonhöhenkorrektur. Bekannt ist es für seinen Drag-and-drop-Ablauf und eine integrierte Mastering-Seite, es enthält eine Stem-Separation mit vier Spuren und wird als Dauerlizenz mit einem Jahr Updates für 199,99 USD oder als Pro+-Abonnement für 19,99 USD im Monat verkauft.
Pro Tools bleibt der Standard in Tonstudios und in der Postproduktion und bietet das präziseste Audio-Editing. Es wird überwiegend im Abonnement verkauft, ist für MIDI-basierte Produktion schwächer und hat noch keine eingebaute Stem-Separation; bis die auf der IBC 2026 gezeigte Version erscheint, schließt SpectraLayers Go die Lücke, das aktiven Abonnements beiliegt und über ARA 2 eingebunden ist.
Reaper kostet 60 USD für private Nutzung und kleine Unternehmen und 225 USD für kommerzielle Nutzung, läuft unter Windows, macOS und Linux und lässt sich per Skript in fast jedem Detail anpassen. Instrumente und Sounds liegen kaum bei; das Programm passt zu allen, die ein Setup lieber selbst zusammenstellen.
Fazit: FL Studio ist für die meisten Produktionen die erste Wahl
Für die Mehrheit der Produktionen, die aus Beats, Samples, Synthesizern und MIDI entstehen, ist FL Studio 2026 das stärkste Gesamtpaket. Drei Gründe tragen dieses Urteil.
Kosten über die Zeit. Jede Edition enthält lebenslange kostenlose Updates. Die 179 USD für die Producer Edition sind eine einmalige Zahlung, während Ableton, Steinberg und Bitwig für neue Versionen oder Update-Pläne erneut Geld verlangen. Über fünf oder zehn Jahre ist kein anderes Programm dieses Vergleichs so gut kalkulierbar.
Tempo von der Idee zum Track. Der Pattern-Ablauf und die Piano Roll führen schneller zu einem fertigen Loop als jede lineare Zeitleiste, und FL Studio 2026 hat mit Clip-Gain, Chord Panel, Audio Logger und Cloud-Sicherung mehrere verbliebene Lücken geschlossen.
Aktuelle Funktionen in einer bezahlbaren Edition. Stem-Separation ab der Producer Edition, ein Assistent, der im Projekt handelt, CLAP-Unterstützung und identische Versionen für Windows und macOS: Die Funktionen, die 2026 prägen, gibt es bei FL Studio in einer günstigeren Edition als anderswo.
Für bestimmte Profile bleiben die anderen vier die bessere Wahl. Logic Pro liefert am Mac den meisten Inhalt pro Euro und die am weitesten entwickelten KI-Session-Player. Ableton Live Suite ist für Live-Auftritte und experimentelles Sounddesign unerreicht. Cubase Pro führt bei orchestraler Komposition, MIDI-Bearbeitung und Notation. Bitwig Studio ist die erste Wahl für modulationslastiges Sounddesign und die einzige der fünf DAWs mit offizieller Linux-Version.
Alle fünf lassen sich vor dem Kauf testen, und ein einziges Stück, das von der ersten Idee bis zum fertigen Export durchgezogen wird, sagt über die richtige Wahl mehr aus als jede Funktionsliste.
Quellen
- Compare FL Studio Editions – Features & Pricing
- Here’s the Rundown of What’s New in FL Studio 2026
- Live 12.4 is out now – with Link Audio, updated devices and more
- Ableton Live 12.3 – Stem Separation
- Extract vocal and instrumental stems with Stem Splitter in Logic Pro for Mac
- Steinberg Releases Cubase 15 with AI Stem Separation, New Modulators and Workflow Updates
- Bitwig Studio 6 is here with improved automation, Clip Aliases and tons of workflow enhancements
- Studio One becomes Fender Studio Pro
- Avid Show Pro Tools Stem Separation Tech Preview At IBC 2026
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