AI-Max-Migration im September 2026: Was sich jetzt ändert und warum DSA bis Februar wartet
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Für die AI-Max-Migration von Google gelten zwei getrennte Zeitpläne. Search-Kampagnen mit Campaign-level Broad Match oder eigenständig verwendeten automatisch erstellten Assets sollen im September 2026 schrittweise umgestellt werden. Dynamische Suchanzeigen, kurz DSA, gehören nicht zu dieser September-Migration. Für sie ist Februar 2027 vorgesehen. Werden alle drei Ausgangslagen unter einem September-Stichtag zusammengefasst, beginnt die Prüfung schnell an der falschen Stelle. [1, 2]
Der Name der Migration reicht nicht aus
Campaign-level Broad Match bezeichnet eine Einstellung auf Kampagnenebene. Das ist nicht dasselbe wie ein einzelnes weitgehend passendes Keyword. Automatisch erstellte Assets, kurz ACA, betreffen automatisch erzeugte Werbeinhalte. DSA nutzt Website-Inhalte, um Suchanfragen zuzuordnen und Anzeigen zu erzeugen. Auch wenn das Ziel jeweils AI Max heißt, unterscheiden sich die nötigen Prüfungen.
Am Anfang steht deshalb eine Kampagnenliste mit vorheriger Konfiguration, aktuellem Zustand und beobachtetem Änderungsdatum. Der Eintrag „AI Max aktiv“ erklärt noch nicht, was passiert ist. Stand 24. September beweist der angekündigte Rollout-Zeitraum außerdem nicht, dass jede geeignete Kampagne bereits umgestellt wurde.
Welche Einstellungen vorgesehen sind
Die Google-Ankündigung vom August beschreibt die vorgesehenen Einstellungen nach der Migration. Bei Campaign-level Broad Match ist Search Term Matching aktiv; Text Customization und Final URL Expansion bleiben aus. Bei eigenständig verwendetem ACA sind Search Term Matching und Text Customization aktiv, während Final URL Expansion ebenfalls aus bleibt. Vorhandene Markenein- und -ausschlüsse sollen beim Broad-Match-Übergang erhalten bleiben. [1]
| Ausgangslage | Textanpassung | Erweiterung der finalen URL | Search Term Matching |
|---|---|---|---|
| Campaign-level Broad Match | Aus | Aus | An |
| Eigenständiges ACA | An | Aus | An |
Die Tabelle beschreibt angekündigte Vorgaben und keinen ausgelesenen Kundenkontostand. Bei manuell bearbeiteten Kampagnen zählt die tatsächlich vorliegende Konfiguration. Eine Bezeichnung im Bericht ersetzt diesen Abgleich nicht.
Eine praktische Prüfung für einen mehrsprachigen Shop
Ein fiktiver Händler bewirbt getrennte englische, deutsche und polnische Produktseiten. Bevor die Wochenergebnisse eingeordnet werden, hält die Prüfung fest, ob Werbetexte automatisch verändert werden dürfen und ob eine Erweiterung der Zieladresse aktiv ist. Danach werden Anzeigenversprechen, Verfügbarkeit, Preise und die nach dem Klick erreichte Seite verglichen.
Eine unveränderte Zielseiteneinstellung beweist noch nicht, dass jede Anzeige passt. Eine automatisch erzeugte Überschrift kann weiterhin eine inhaltliche Prüfung benötigen. Umgekehrt belegt eine veränderte Conversion-Zahl noch keinen Wechsel der Zielseite. Konfiguration und Ergebnis gehören in unterschiedliche Spalten.
Protokoll einer Kampagnenprüfung
Vorherige Funktion: eigenständiges ACA
Beobachtetes Migrationsdatum: aus dem Konto dokumentiert
Aktuelle Textanpassung: geprüft
Aktuelle Erweiterung der finalen URL: geprüft
Markenbeschränkungen: mit gesichertem Stand verglichen
Zielseiten und Conversion-Ziele: geprüft
Zuständigkeit und Folgetermin: festgehalten
DSA hat ein eigenes Vorbereitungsfenster
Der neuere Zeitplan vom August nennt Februar 2027 für die automatische DSA-Migration. Auch das Ende der Neuanlage von DSA-Anzeigengruppen wird dort dieser Phase zugeordnet. Frühere Meldungen enthalten ältere Termine. Eine übernommene Arbeitsliste braucht deshalb das Datum ihrer Quelle und die konkret betroffene Funktion. Die Sammelbezeichnung „Migration alter Search-Funktionen“ verdeckt diesen Unterschied. [1, 2]
Bei einer bestehenden DSA-Struktur lässt sich die zusätzliche Zeit für einen kontrollierten Vergleich nutzen: dokumentierter Ausgangszustand, begrenzte Probe und ausdrückliche Bewertung. Das Übergangsprotokoll sollte die verwendeten Seiten und Ausschlüsse enthalten, nicht nur die Kampagnenkennung. Spätere Verschiebungen im Besuchermix werden dadurch leichter nachvollziehbar.
Veränderungen messen, ohne Ursachen zu erfinden
Ein Vorher-nachher-Diagramm liefert nützliche Beobachtungen. Saison, Aktionen, Budget und Tracking können sich jedoch gleichzeitig ändern. Ein Test benötigt deshalb schon vor dem Ergebnis eine festgelegte Hauptkennzahl. Kaufwert, qualifizierte Anfragen und die Conversion-Zahl einer Plattform beantworten möglicherweise unterschiedliche Fragen.
Ein kurzes Migrationsprotokoll neben dem Bericht hilft oft mehr als eine weitere zusammengefasste Kennzahl. Es zeigt, wann sich die Konfiguration änderte und welche Annahmen geprüft wurden. Der vorhandene GAQL Explorer unterstützt lesbare Abfragen; er verbindet sich nicht mit dem Konto und bestätigt keine Kampagnenkonfiguration. Der verknüpfte Beitrag zu Conversion Lift erklärt zusätzlich den Unterschied zwischen zugerechneten Ergebnissen und tatsächlich zusätzlicher Wirkung.
Passendes Werkzeug
GoogleAds – GAQL-Abfrage-Explorer
Google Ads API v25.1: Conversion-Lift-Daten lesen, aber keine Studie anlegen
Fragen und Antworten
Bleiben Markenein- und -ausschlüsse auch beim Übergang von eigenständigem ACA erhalten?
Die im Artikel wiedergegebene Angabe, dass vorhandene Markenein- und -ausschlüsse erhalten bleiben sollen, betrifft den Broad-Match-Übergang. Für eigenständiges ACA ist damit nichts belegt, weder in die eine noch in die andere Richtung. Deshalb steht im Prüfprotokoll die Zeile „Markenbeschränkungen: mit gesichertem Stand verglichen“, und dieser Abgleich setzt voraus, dass der Stand vor der Umstellung gesichert wurde.
Warum belegt eine gestiegene Conversion-Zahl nach der Umstellung noch keine Wirkung von AI Max?
Weil die Conversion-Zahl einer Plattform zugerechnete Ergebnisse zählt, nicht zusätzliche. Erreicht Search Term Matching neue Suchanfragen, kann das Konto der Kampagne auch Käufe zurechnen, die ohne die Anzeige auf einem anderen Weg gekommen wären, etwa über eine andere Kampagne derselben Marke oder über ein organisches Ergebnis. Die Zahl steigt dann, während der Umsatz insgesamt gleich bleibt.
Ob tatsächlich etwas hinzukommt, zeigt erst ein Vergleich mit einer Kontrollgruppe, wie ihn Conversion Lift anstellt, oder zumindest eine Hauptkennzahl außerhalb der Plattform, etwa der Kaufwert im eigenen Shop. Diese Kennzahl ist vor dem Ergebnis festzulegen, wie es der Artikel für jeden Test verlangt.
Wie lässt sich das Migrationsdatum einer Kampagne belegen, wenn der Bericht nur den heutigen Zustand zeigt?
Ein Zustand ist kein Verlauf. Der Eintrag „AI Max aktiv“ sagt nur, was jetzt gilt, nicht seit wann. Belegen lässt sich das Datum auf zwei Wegen, die sich ergänzen:
- Eine eigene Sicherung. Wer die Konfiguration jeder betroffenen Kampagne vor der Umstellung festgehalten hat und sie in festen Abständen erneut abliest, kennt das Umstellungsdatum auf diesen Abstand genau. Das ist der gesicherte Stand, gegen den das Prüfprotokoll vergleicht.
- Die Änderungshistorie des Kontos. In der Google Ads API liefert die Ressource change_event Änderungen allerdings nur für die letzten 30 Tage. Ob eine von Google vorgenommene Umstellung dort als eigene Änderung erscheint, ist nicht gesichert und sollte an einer bekannten Kampagne geprüft werden, bevor eine Auswertung darauf baut.
Der GAQL Explorer hilft, solche Abfragen lesbar vorzubereiten. Er verbindet sich nicht mit dem Konto, die Abfrage muss also über eine eigene Anbindung an die API laufen. Und weil die Frist von 30 Tagen mit jedem Tag weiterrückt und die ersten Septembertage schon Anfang Oktober herausfallen, lohnt sich das Ablesen jetzt und nicht erst bei der nächsten Auffälligkeit im Bericht.
Quellen
- Google Ads: Migrate Campaign-level Broad Match and Automatically Created Assets to AI Max, 12 August 2026
- Google: DSA upgrade to AI Max, updated 11 June 2026
Quellen geprüft: 24. September 2026.