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Smart Campaigns ab 23. September 2026: API-Neuanlage endet, bestehende Kampagnen laufen weiter

Inhalt
  1. Wo die Änderung im Agenturalltag auffällt
  2. Den betroffenen Anlageprozess erkennen
  3. Die neue Migrationsmethode erzeugt einen Entwurf
  4. Prüfung und Anlage sind getrennte Schritte
  5. Was vor der Aktivierung geprüft werden sollte
  6. Performance Max ist eine Möglichkeit, kein universeller Ersatz
  7. Passendes Werkzeug
  8. Fragen und Antworten
  9. Quellen

Seit dem 23. September 2026 erlaubt Google keine Neuanlage von Smart Campaigns über die Google Ads API mehr. Bestehende Kampagnen lassen sich weiterhin bearbeiten und spielen weiterhin Anzeigen aus. Ursprünglich nannte die Ankündigung den 5. August; eine Aktualisierung vom 13. August verschob den Beginn auf den 23. September. Betroffen ist damit eine bestimmte API-Operation. Eine Abschaltung aller laufenden Smart Campaigns wurde damit nicht angekündigt. [1]

Wo die Änderung im Agenturalltag auffällt

Eine fiktive Agentur betreibt zwei automatische Abläufe. Der erste passt das Budget einer bestehenden lokalen Kampagne an. Der zweite legt für jede neue Filiale eine Kampagne an. Beide verwenden dieselbe Kontoverbindung. Nur der zweite benötigt jedoch die entfallende Operation. Eine erfolgreiche Anmeldung und funktionierende Berichte beweisen deshalb noch nicht, dass die Einrichtung neuer Kunden funktioniert.

Hilfreich ist eine Liste der ausgeführten Operationen statt lediglich eine Liste verbundener Konten. Kampagnenanlage, Budgetänderung, Berichtsabruf und Pflege der Werbemittel gehören in getrennte Zeilen. Andernfalls kann ein Dashboard mit unauffälligem API-Verkehr einen ausgefallenen Einrichtungsprozess verdecken.

Den betroffenen Anlageprozess erkennen

Google beschreibt die relevanten Anlageanfragen durch die Kombination aus Kanaltyp SMART und Kanaluntertyp SMART_CAMPAIGN. Damit lassen sich Quellcode, Warteschlangen und Anfrageprotokolle gezielt prüfen. Ein Name mit „smart“ reicht als Erkennungsmerkmal nicht aus: Smart Bidding, Smart Campaigns und dynamische Suchanzeigen sind unterschiedliche Dinge. [1]

Geprüfte Operation: Kampagne anlegen
advertising_channel_type: SMART
advertising_channel_sub_type: SMART_CAMPAIGN

Eine durch die Produktregel gesperrte Anfrage sollte nicht unbegrenzt wie ein vorübergehender Netzwerkfehler wiederholt werden. Der Ablauf braucht einen nachvollziehbaren Fehlergrund und einen anderen Weg zur Kampagnenanlage. Wiederholte Änderungen an der Anmeldung würden an der falschen Stelle ansetzen.

Die neue Migrationsmethode erzeugt einen Entwurf

Mit Google Ads API v25.2 kommt GeneratePMaxDraftCampaign hinzu. Die Methode verwendet eine bestehende Smart Campaign als Grundlage für einen neuen Performance-Max-Entwurf. Die erzeugte Kampagne beginnt mit den Zuständen PAUSED und INCOMPLETE. Damit entsteht ein prüfbarer Zwischenstand vor dem Werbestart, keine automatisch vollständig eingerichtete und aktive Ersatzkampagne. [2, 3]

Die Antwort enthält Kennungen für Kampagne, Budget, Asset-Gruppe und Assets. Nach einer erfolgreichen Anlage gehören diese sofort ins Migrationsprotokoll. Geht die Antwort verloren oder bricht ein Auftrag ab, muss der nächste Lauf zunächst den Kontostand abgleichen. Eine ungeprüfte Wiederholung der Anlage kann zusätzliche Entwürfe erzeugen.

Prüfung und Anlage sind getrennte Schritte

Die Methode unterstützt validate_only. Mit dieser Einstellung wird die Anfrage geprüft, ohne den Entwurf anzulegen. Der Ressourcenname verweist auf die Einstellung der bestehenden Smart Campaign. Das folgende Fragment zeigt die Anfragedaten in der Feldschreibweise der Dokumentation; es ist keine vollständig ausführbare HTTP-Anfrage.

resource_name:
customers/1234567890/smartCampaignSettings/987654321

validate_only: true
gbp_enabled: false
image_enabled: false

Die letzten beiden Optionen sind besonders wichtig. Laut Dokumentation werden sie derzeit nicht unterstützt, wenn sie auf true stehen. Der Ablauf darf deshalb weder die automatische Übernahme der Business-Profile-Verknüpfung noch die Erzeugung benötigter Bilder durch diesen Aufruf voraussetzen. Ein vorhandenes Feld im Schema ist noch keine verfügbare Funktion. [2]

Was vor der Aktivierung geprüft werden sollte

Für die fiktive Filialeröffnung umfasst eine praktische Prüfung Geschäftsziel, Budget, Conversion-Ziele, Standorte, Zielseiten und Werbemittel. Das ist eine redaktionell empfohlene Arbeitsliste. Daraus folgt nicht, dass die API die geschäftliche Eignung jeder Auswahl bestätigt. Eine technisch zulässige Kampagne kann immer noch die falsche Filiale bewerben oder auf einen wenig hilfreichen Abschluss optimieren.

Zum Übergang gehört auch eine Entscheidung über die bisherige Kampagne. Deren Weiterbetrieb und die Existenz des neuen Entwurfs sind zwei getrennte Zustände. Ein ungeplantes Nebeneinander erschwert Budgetkontrolle und Auswertung. Das Übergabeprotokoll sollte daher festhalten, welche Kampagne ab wann aktiv ist und wo die vorherige Konfiguration für eine Korrektur liegt.

Performance Max ist eine Möglichkeit, kein universeller Ersatz

Die ursprüngliche Ankündigung nennt Performance Max als Alternative, erwähnt abhängig vom Geschäftsziel aber auch Search und Demand Gen. Die Auswahl ist eine Planungsentscheidung. Ein Ablauf für einen Kampagnentyp wird nicht dadurch passend für einen anderen, dass lediglich ein technischer Typwert ausgetauscht wird. [1]

Die unmittelbare Aufgabe bleibt überschaubar: Die Neuanlage darf nicht länger auf einer gesperrten Operation beruhen. Laufende und neue Kampagnen müssen getrennt betrachtet werden. Ein Ersatz benötigt einen ausdrücklich vorgesehenen Prüfschritt. Ein kleiner, protokollierter Übergang lässt sich leichter untersuchen als ein umfassender Umbau unter der falschen Annahme, alle Smart Campaigns müssten sofort verschwinden.

Passendes Werkzeug

GoogleAds – GAQL-Abfrage-Explorer

Fragen und Antworten

Wie lässt sich feststellen, welche Smart Campaigns in einem Konto bestehen?

Mit einer GAQL-Abfrage auf die Ressource campaign, gefiltert nach dem Kanaltyp: SELECT campaign.id, campaign.name, campaign.status FROM campaign WHERE campaign.advertising_channel_type = 'SMART'. Die Liste zeigt, welche Kampagnen für eine spätere Migration infrage kommen; ihre Kennungen gehören ins Migrationsprotokoll, bevor der erste Entwurf entsteht.

Wie wird ein Migrationslauf wiederholungssicher, wenn er mitten in GeneratePMaxDraftCampaign abbricht?

Indem der Lauf seine Absicht vor dem Aufruf festhält und nach einem Abbruch zuerst nachsieht, statt neu anzulegen. Tragfähig ist eine Reihenfolge in vier Schritten:

  1. Vor dem Aufruf ein Eintrag im Migrationsprotokoll: welche Smart Campaign, welcher Zeitpunkt, Zustand „angefordert“.
  2. Danach eine Prüfung der Anfrage mit validate_only. Ein Fehler an dieser Stelle hinterlässt nichts im Konto, die Prüfung darf also beliebig oft wiederholt werden.
  3. Nach erfolgreicher Anlage das Eintragen der zurückgegebenen Kennungen für Kampagne, Budget, Asset-Gruppe und Assets und der Wechsel des Zustands auf „angelegt“.
  4. Findet ein neuer Lauf einen Eintrag, der auf „angefordert“ stehen geblieben ist, fragt er zuerst das Konto ab und sucht nach einem pausierten Performance-Max-Entwurf, der seit dem Zeitpunkt des Eintrags entstanden ist; die Ressource change_status verzeichnet dafür kürzlich hinzugefügte Kampagnen samt Zeitpunkt. Erst wenn dort nichts Passendes liegt, wird die Anlage wiederholt.

Fehler sind dabei nach Art zu trennen. Zeitüberschreitungen und vorübergehende Serverfehler rechtfertigen eine Wiederholung nach dem Abgleich, eine inhaltliche Ablehnung dagegen nicht, denn sie kehrt beim nächsten Versuch genauso wieder und gehört mit ihrem Grund ins Protokoll.

Quellen

  1. Google Ads: Changes to Support for Smart Campaigns, updated 13 August 2026
  2. Convert Smart campaigns to Performance Max
  3. Google Ads API release notes, v25.2

Quellen geprüft: 24. September 2026.

Lukas Wojcik

Lukas Wojcik

Systems architect and technology enthusiast specializing in scalable tracking solutions, GMP Stack (GA4 & GTM), and robust backend architectures. Advocate for clean code and privacy-first design.

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